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Gemeinderat, 33. Sitzung vom 23.02.2018, Wörtliches Protokoll  -  Seite 16 von 69

 

ren Seite auch andere Wege haben und auch ein anderes Zusammenspiel von Fächern haben.

 

Das alles ist jetzt schon in der Vorplanung dabei. Da sind das Führungsteam, die Verwaltungsdirektion, die Direktion des Krankenanstaltenverbunds, aber natürlich auch die Personalvertretung eingebunden, und die wissen, für welche Station wir wie viel Personal brauchen, um das gut organisieren zu können. Wie viele kommen da? Welche müssen wir da in welche Richtungen auch schulen?

 

Das ist ein riesengroßes Schulungsprogramm, das jetzt schon läuft, wo wir auf der einen Seite mit E-Learning arbeiten, aber auf der anderen Seite auch mit Schulungen vor Ort. Wir haben zum Beispiel komplette Krankenzimmer aufgebaut, wo man schon jetzt trainieren und üben kann, Abläufe und Wege üben kann. Und - das ist jetzt die wesentliche Frage - wir sind ja auch eine riesengroße Ausbildnerin. Dort, wo wir wissen - das wäre jetzt zu spät, sondern das ist de facto schon vor ein paar Jahren passiert -, dort, wo wir wissen, wir brauchen zusätzliches Personal, dort haben wir auch zusätzlich rekrutiert und bilden wir zusätzlich aus.

 

Wir werden auch, so hoffe ich, mit unserem neuen Besoldungssystem entsprechend attraktiv sein als Arbeitgeberin, um zu sagen, okay, es ist ein ganz neues Spital, das hier eröffnet wird und das hier arbeiten wird, es sind top-ausgebildete junge Leute. Da glaube ich, mit der Besoldung und dem Haus selbst wird es auch attraktiv sein, um hier entsprechend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu motivieren, sich zusätzlich zu bewerben. Ich bin da zuversichtlich.

 

Aber ein ganz wesentlicher Punkt ist die wirklich gute und richtige Personalplanung, diese ist essenziell. Wir haben immer wieder Debatten darüber gehabt, dass wir zum Beispiel in der Pflege zu viele Leute an einem Bett stehen haben. Das sind Statistiken, wo man oft Äpfel mit Birnen verwechselt hat und sich mit irgendwelchen anderen Häusern, die nicht wirklich vergleichbar sind - allein schon in ihren Disziplinen, die sie bewältigen, nicht vergleichbar sind -, trotzdem verglichen hat. Da ist dann oft so ein Licht auf uns gefallen: Wir haben viel zu viele Leute an einem Bett stehen. Das ist etwas, worunter natürlich gerade die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leiden oder eben auch die Personalvertreterinnen und Personalvertreter, denn da muss man dann immer aufs Neue anfangen zu diskutieren.

 

Was ich sehr schön finde, ist, dass wir in der Personalplanung fürs KH Nord wirklich sehr sachlich, sehr professionell, aber auch sozialpartnerschaftlich einen Personalplan erstellt haben. Mit den tollen Ausbildungsangeboten, die wir haben, bin ich zuversichtlich, dass wir das auch gut bewältigen werden.

 

Vorsitzender GR Mag. Dietbert Kowarik: Die 2. Zusatzfrage wird von Kollegen Dr. Gara gestellt. Bitte.

 

10.30.29

GR Dipl.-Ing. Dr. Stefan Gara (NEOS): Danke, Frau Stadträtin, für die Beantwortung.

 

Mich haben in der, sage ich, medialen Diskussion in letzter Zeit etwas erstaunt die Aussagen vor allem der SPÖ: Wir haben hier beim Krankenhaus Nord nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt.

 

Wenn man sich den Rechnungshofbericht ansieht, ist es vor allem ein Punkt, der ja kritisiert wurde, der jetzt etwas anders ist. Also durch die Neubesetzung auch des technischen Direktors war ja hier ursprünglich geplant, parallel die Planungsmängel zu beheben, die letzten Planungen durchzuführen, die Baufertigstellung und die Inbetriebnahme. Das war eigentlich im ursprünglichen Plan. Also war ich da sehr verwundert, dass man hier noch von bestem Wissen und Gewissen sprechen kann. Denn das ist offensichtlich genau anders.

 

Meine Frage zielt jetzt aber auch in die Richtung mit diesem zusätzlichen technischen Personal, von dem Sie gesprochen haben. Können Sie abschätzen, wie viel dieser Zusatzbedarf an technischem Personal, der jetzt ausgeschrieben wird, in etwa kosten wird über die Zeit? Und war das letztendlich auch schon so eingeplant?

 

Vorsitzender GR Mag. Dietbert Kowarik: Bitte, Frau Stadträtin.

 

Amtsf. StRin Sandra Frauenberger: Also ich nehme für mich sehr wohl in Anspruch, nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln.

 

Diese Baumängel, die da auch immer erwähnt werden - ich weiß schon, wir leben nicht im Vergleich, aber mir hat zum Beispiel der Direktor Wetzlinger das letzte Mal erzählt, dass es bei vergleichbaren Großbauvorhaben bis zu 30.000 Mängel gegeben hat. Wir haben 8.000 Mängel! Jetzt werden wir damit auch keinen Preis mehr gewinnen, aber ich möchte nur sagen, wir müssen die Dinge schon auch immer in den Relationen sehen.

 

Zu Ihrer konkreten Frage: Wenn ich darf, möchte ich das gerne mit dem Lenkungsausschuss besprechen. Ich bin mir ganz sicher, die haben da einen Plan, haben Zahlen und haben Fakten. Ich kann das aus der jetzigen Sicht hier nicht beantworten, aber ich werde Ihnen die Antwort nicht schuldig bleiben: Ich bringe sie gleich im nächsten Ausschuss mit.

 

Vorsitzender GR Mag. Dietbert Kowarik: Die 3. Zusatzfrage wird von Frau GRin Korosec gestellt. Bitte.

 

10.32.53

GRin Ingrid Korosec (ÖVP): Frau Stadträtin!

 

Herzlichen Dank für die Beantwortungen. Ich möchte auch beim Krankenhaus Nord das Problem Apotheke mit Ihnen besprechen. Es war ja geplant, diese Unit Dose, dieses Medikamentensortiersystem im Krankenhaus Nord einzusetzen. Das hat 1,6 Millionen EUR gekostet, letztendlich haben wir es um 10.000 EUR der Firma, die von uns 1,6 Millionen wollte, zurückgegeben. Jetzt haben wir im Krankenhaus Nord keine Apotheke.

 

Meine Frage: Wird da jetzt eine Apotheke gebaut? Was wird das kosten? Wie viele Personen sollen dort arbeiten? Und wer wird diese Apotheke führen?

 

Vorsitzender GR Mag. Dietbert Kowarik: Frau Stadträtin, bitte.

 

Ich darf darauf hinweisen: Zulässig ist eine kurze Frage. Aber ich nehme an, die Frau Stadträtin wird das gut beantworten. Bitte.

 

Amtsf. StRin Sandra Frauenberger: Schauen Sie, ich rede da jetzt nicht um den heißen Brei herum. Ich glaube, Unit Dose ist ... Wir haben ja vorhin gesagt, es gewinnt keinen Preis. Ich bin eigentlich sehr unzufrieden damit, wie das gelaufen ist. Nur, auch hier denke ich mir,

 

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