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Gemeinderat, 54. Sitzung vom 26.06.2019, Wörtliches Protokoll  -  Seite 22 von 99

 

Ort finden, man muss die richtigen Abläufe dann wirklich auch erleben, und zwar immer das gesamte Team, damit man wirklich auf volle Geschwindigkeit kommen kann. Und dieser Zeitraum ist jetzt in den Monaten Juli, August, September, und Ende September oder im Oktober wollen wir dann wirklich in der vollen Schlagzahl tätig sein. Das braucht auch diese Zeit, da natürlich jetzt die Urlaubszeit ist und wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch die Zeit geben müssen, damit sie sich nach dieser wirklich tollen Leistung der Übersiedelung dann auch wirklich mit voller Kraft auf den Herbst stürzen können.

 

Die geplanten Leistungszahlen, Vollbetriebszahlen, die wir dann im Spätherbst jedenfalls erreicht haben werden, sind im Schnitt im Monat über 3.600 stationäre Aufnahmen pro Monat, im ambulanten Bereich rund 16.500 Patientinnen und Patienten pro Monat - die vorige Zahl, die ich über die ersten 21 Tage berichtet habe, stellen wir jetzt auf 4.000, das heißt, im Vollbetrieb wird noch eine Vervierfachung dieses Leistungsvolumens sein. In der zentralen Notaufnahme rechnen wir mit 4.700 Patientinnen pro Monat - die ersten 21 Tage 1.300, also auch noch einmal eine Vervierfachung. Operative Eingriffe schätzen wir 1.400 pro Monat, wir schätzen, dass wir im Durchschnitt 180 Geburten pro Monat haben werden, das sind im Durchschnitt 6 Geburten pro Tag im Haus.

 

Dort müssen wir uns hinentwickeln, und Sie sehen aus den ersten Zahlen, die ich vorhin präsentiert habe, im Vergleich zu der Zielgröße sind wir sozusagen jetzt in den nächsten Monaten mit einer Vervierfachung beschäftigt. Der Personalstand ist mehr als ausgezeichnet, ich habe es vorher referiert, weit über 2.200 MitarbeiterInnen haben ihren Arbeitsplatz in der Klinik Floridsdorf.

 

Vorsitzende GRin Gabriele Mörk: Die 4. Zusatzfrage wird von Herrn GR Seidl gestellt. - Bitte schön.

 

10.42.07

GR Wolfgang Seidl (FPÖ): Guten Morgen, Herr Stadtrat, danke für die bisherige Beantwortung! Wir bekommen heute in Wien, wenn man den Klimatologen Glauben schenken darf, 38 Grad. Nicht nur uns ist heiß, auch den Patienten im Krankenhaus Nord wird heiß sein. Warum ist das so? Weil die Patientenzimmer einfach nicht über Klimaanlagen verfügen. Und warum ist das so? Weil am Ende des Tages das Geld gefehlt hat, wie uns von der Generaldirektorin erzählt wurde. Wir haben zwar Geld für essbare Dominosteine gehabt, für eine amerikanische Gartengestalterin, die uns, glaube ich, pro Tag 8.000 EUR gekostet hat, und wir haben, last but not least, einen Energiering um das Krankenhaus Nord gebaut, aber für Klimaanlagen in den Patientenzimmern war am Ende des Tages kein Geld mehr da. Jetzt meine Frage, Herr Stadtrat: Werden wir es schaffen, irgendwann einmal auch in den Patientenzimmern Klimaanlagen nachzurüsten?

 

Vorsitzende GRin Gabriele Mörk: Bitte, Herr Stadtrat.

 

Amtsf. StR Peter Hacker: Ich versuche ja immer auch, Ihre Logik und Positionen zu verstehen, das soll man deswegen, weil wir nach Ihrer Diktion kein Geld haben, jetzt auch oben eine Solaranlage draufzubauen - das war, glaube ich, Ihr Antrag gestern, wenn ich mich nicht ganz täusche. Klar ist, und das wissen Sie, denn die Frage haben Sie schon in der Untersuchungskommission diskutiert, die Frage habe ich auch schon in der Anfragebeantwortung beantwortet, und Sie kriegen auch beim 4. oder 5. Anlauf keine andere Antwort: Wir haben keine Klimaanlage, sondern eine Kühlung im Haus installiert. Und zwar eine hochwertige Kühlung, die im gesamten Haus nicht kalte Luft in den Raum hineinbläst, sondern die in sämtlichen Deckenplatten montiert ist, um das Gebäude per se abzukühlen. Das ist die wesentlich gesündere Variante als Klimaanlagen, da Klimaanlagen bekannterweise entweder wahnsinnige Filteranlagen brauchen, damit keine Bakterien und Viren durch die Luft geschleudert werden, was natürlich in einem Krankenhaus ein besonders intelligenter Plan ist, mit Klimaanlagen entweder wahnsinnig aufwändige, nämlich energieaufwändige Klima- und Filteranlagen zu bauen. Oder man wählt den schlaueren Plan, und der wurde in der Klinik Floridsdorf gewählt, man bläst nicht kalte Luft gefiltert oder ungefiltert in den Raum, sondern kühlt das Gebäude als solches ab, und das ist dort passiert.

 

Vorsitzende GRin Gabriele Mörk: Die 5. und letzte Zusatzfrage wird von Herrn GR Oxonitsch gestellt. - Bitte.

 

10.44.39

GR Christian Oxonitsch (SPÖ): Danke, Herr Stadtrat, für die x-te Aufklärung in dieser leidigen Fehlinformations-Causa der Klimaanlagen, danke aber auch für die Aufklärung, was die Personalplanung und auch die Fehlinformationen, die hier gestreut wurden, betrifft. Darauf aufbauend meine zusätzliche Frage: Wie schätzen Sie insgesamt die Personalsituation in der Klinik Floridsdorf derzeit und in Zukunft ein?

 

Amtsf. StR Peter Hacker: Ich habe es vorher schon referieren können, wir haben über 2.200 beschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits jetzt direkt an diesem Dienstort. Wir haben ja - und deswegen finde ich die Diskussion, die da in der Öffentlichkeit stattfindet, manchmal ein bisschen verwunderlich - in das Spital vor allem bestehende Spitalseinheiten hinübersiedelt, und diese bestehenden Spitalseinheiten sind Teams aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegepersonen, aus Hilfsdiensten, aus SekretärInnen, Technikern, IT-Spezialisten, also alles Menschen, die schon in einem Spital einen Betrieb gewährleistet haben, auch in den Abteilungen. Es gibt also nur einige wenige Bereiche, die wir wirklich neu aufbauen müssen. Dazu gehört die Kinder- und Jugendpsychiatrie, die ist neu, dort muss sozusagen neu Personal aufgebaut werden. Neu ist auch das Zusammenführen von Ortho und Trauma, wo wir jetzt gerade im intensiven Rekrutierungsprozess sind. Dort haben wir auch eine Leitungsfunktion ersetzen müssen, die ist natürlich schon längst erfolgt, aber auch hier schätzen wir, dass die Dienstposten der Unfallchirurgen, die großteils schon besetzt sind, im Herbst fertigbesetzt sind. Deswegen gibt es jetzt auch diese Übergangsphase.

 

Ich glaube, dass die derzeitige Situation in der Klinik Floridsdorf, was die Personalausstattung betrifft, mich ganz ruhig schlafen lässt. Im Augenblick sind wir eher in der Situation, in manchen Berufssparten bereits Wartelisten zu führen, und ich merke, dass in anderen Spitälern

 

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