«  1  »

 

Landtag, 6. Sitzung vom 12.12.2025, Wörtliches Protokoll  -  Seite 8 von 39

 

projekt, das über das letzte Jahr gelaufen ist und das wirklich sehr erfolgreich war. In diesem Jahr wurde es auf 40 School Nurses ausgeweitet und wird auch wirklich sehr gut angenommen.

 

Das heißt aus unserer Wiener Verantwortung und Kompetenz heraus ist es unsere Aufgabe, zusätzliches Unterstützungspersonal an die Schulen zu holen, aber auch sonstige Entlastungen für Lehrerinnen und Lehrer zu bringen, wie bereits erwähnt und aufgestellt - auch durch längerfristige Programme.

 

In diesem Zusammenhang fällt mir natürlich auch "Respekt - gemeinsam stärker" ein, auch schon ein langjähriges Programm, mit dem Schulleitungen und PädagogInnen sehr zufrieden sind, weil es ihren Schulalltag echt maßgeblich entlastet und sie Zeit und Raum haben, sich mit grundsätzlichen Fragestellungen mit den SchülerInnen auseinanderzusetzen.

 

Ja, es sind auf der einen Seite natürlich längerfristige Programme, die besonders dort wirken sollen, wo Schulen große Herausforderungen haben. Auf der anderen Seite ist es zusätzliches Unterstützungspersonal, die administrativen Kräfte, die multiprofessionellen Teams, die School Nurses, aber auch die MA 11, die zum Beispiel mit den Fisch-Klassen mit uns in den Schulen ist. Es wurden auch Krisenhotlines der Bildungsdirektion neu eingeführt, eine wirkliche Servicestelle auch für die DirektorInnen.

 

Das alles sind kleine Bausteine, die, glaube ich, in Summe ganz gut darauf einwirken, wie wir da mittlerweile aufgestellt sind. All die Maßnahmen, die ich jetzt aufgezählt habe, wurden in den letzten fünf Jahren auf den Weg gebracht. Sie werden sicher weitergeführt werden, und auf der einen oder anderen Seite werden wir sicher auch nachschärfen, wo noch Bedarf ist.

 

Präsident Ing. Christian Meidlinger: Danke schön. - Die 3. Anfrage ist damit beendet.

 

11.29.25

†Amtsf. StRin Mag. Ulli Sima - Frage|

Wir kommen zur 4. Anfrage (FSP-1612027-2025-KSP/LM). Sie wurde von Herrn Abg. Poljak gestellt und ist an die Frau Amtsführende Stadträtin der Geschäftsgruppe für Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke gerichtet. (Sehr geehrte Frau Landesrätin! Das Hochwasser aus dem September 2024 ist vielen noch in Erinnerung, vor allem die Bilder vom reißenden Wienfluss haben gezeigt, wie schnell Gefahrensituationen eintreten können. Welche Hochwasserschutzmaßnahmen hat das Land Wien in den letzten Jahren umgesetzt bzw. welche sind geplant?)

 

Frau Landesrätin, ich bitte um Beantwortung.

 

Amtsf. StRin Mag. Ulli Sima: Einen schönen Vormittag auch von meiner Seite, meine sehr geehrten Damen und Herren! Die an mich gerichtete Frage beschäftigt sich mit dem Thema Hochwasser und Hochwasserschutz.

 

Ich werde ein bisschen ausholen, weil das Thema Hochwasserschutz Wien ja schon seit vielen Jahrzehnten begleitet. Ich glaube, dass man in Summe sagen kann, dass wir da sehr gut aufgestellt sind. Trotzdem kommen natürlich immer wieder neue Herausforderungen auf uns zu.

 

Ja, die Bilder vom Hochwasser im September 2024 sind uns, glaube ich, allen noch sehr präsent. Wir haben gesehen, wie der Wienfluss binnen Stunden - ich rede wirklich von wenigen Stunden, wir reden also nicht einmal von Tagen - zu einem gefährlichen Strom geworden ist. Wir werden ja sehr oft gefragt: Warum können die Leute dort nicht hinuntergehen? Das ist eh so nett, es ist eh nur so ein kleines Rinnsal. - Wer das damals gesehen hat, hat gesehen, dass das ganze Flussbett wirklich plattlvoll war. Das geht binnen zwei, drei Stunden.

 

Der Grund ist einfach, dass das Einzugsgebiet des Wienflusses - die Wienerwaldbäche, die sich außerhalb von Wien befinden - für uns oft sehr schwer kalkulierbar ist. Das ist anders als beim Donau-Hochwasser, bei dem wir relativ genau wissen: Wenn der Pegel in Korneuburg in die Höhe geht, ist das Hochwasser in so und so vielen Stunden bei uns. Das ist bei den Wienerwald-Bächen nicht so. Es sind auch sehr viele Wienerwald-Bäche.

 

Auch das haben wir schon erlebt: In Wien ist schönster Sonnenschein, im Einzugsgebiet regnet es, es gibt ein Gewitter und - Bumm! - der Wienfluss hat Hochwasser. Die Leute denken sich: Wo kommt das jetzt her? Es sind also immer sehr interessante Zusammenhänge, mit denen wir beim Wienfluss konfrontiert sind.

 

Wir erinnern uns daran, dass Bäume teilweise wie Streichhölzer umgeknickt sind. An der Einmündung in den Donaukanal hatte der Wienfluss quasi sogar einen Rückstau. Generell hat die Tatsache, dass wir hier gleichzeitig ein Donau-Hochwasser und ein Hochwasser im Wienfluss hatten - das haben wir in der Kombination ja noch nie gehabt - dazu geführt, dass man, wenn man am Donaukanal war, durch den Rückstau aus der Donau den Eindruck hatte, dass der Donaukanal rückwärts fließt. Es waren also recht interessante Phänomene, die wir in diesen Tagen beobachten konnten.

 

Diese extremen Ereignisse führen uns vor Augen, dass man als Bundesland sehr, sehr gut gerüstet sein muss. Ich glaube, wir können sagen, dass wir über die Jahre kontinuierlich wirklich sehr viele finanzielle Mittel in den Hochwasserschutz investiert haben.

 

Was wir beim Wienfluss gesehen haben, ist, dass die Klassifizierungen, wie wir sie bisher gekannt haben, und die Nomenklatur, die wir hier verwenden - das machen nicht wir als Stadt Wien, sondern das sind logischerweise Normen, die für ganz Österreich gelten -, dass nämlich ein tausendjährliches Hochwasser eines ist, das eigentlich nur alle tausend Jahre passieren sollte, so einfach nicht mehr zutrifft, weil der Klimawandel das ganze System verschiebt. Jetzt wissen wir schon, dass sogar die hundertjährlichen Hochwasser - sagen wir einmal - alle fünf bis sechs Jahre passieren. Das heißt, das, was früher wie gesagt alle hundert, alle fünfzig oder alle fünfhundert Jahre passiert ist, passiert jetzt wesentlich häufiger.

 

Ich glaube, dass man in Summe sagen kann, dass wir die Hochwasserereignisse gut bewältigt haben. Ich erinnere an das große Hochwasser 2002 an der Donau oder eben auch 2013.

 

Ich möchte jetzt auch ein bisserl erzählen, was wir da alles an Maßnahmen gesetzt haben, weil in den Medien

 

«  1  »

Verantwortlich für diese Seite:
Stadt Wien | Geschäftsstelle Landtag, Gemeinderat, Landesregierung und Stadtsenat (Magistratsdirektion)
Kontaktformular