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Gemeinderat, 17. Sitzung vom 25.06.2002, Wörtliches Protokoll  -  Seite 93 von 115

 

zum Beispiel die Bauarbeiten zum zweiten Bauabschnitt für die Herstellung der Donaukanalverbindungsleitungen zwischen dem rechten und dem linken Hauptsammelkanal abgeschlossen.

 

Die Vollkanalisierung aller Wiener Haushalte ist vorgesehen, wobei der Schwerpunkt im vergangenen Jahr im 21. und 22. Bezirk lag und auch künftig dort liegen wird. Zusätzlich zu den bereits laufenden Arbeiten wurden 23 neue Baulose begonnen und insgesamt 19 konnten abgeschlossen werden.

 

Im Rahmen des Stadtentwicklungsprogramms wurden ebenfalls Kanalbauten durchgeführt. Die Sanierung des schon über 100 Jahre alten Kanalnetzes im Wiener Zentrum beziehungsweise im innerstädtischen Bereich wurde ebenfalls vorangetrieben. Neun neue Umbauten konnten im Jahr 2001 begonnen werden, wobei großer Wert auf die Minimierung der Behinderung der Anrainer beziehungsweise der Bewohner der umliegenden Gegend während der Arbeiten gelegt wurde. Das heißt, die Sanierung und Instandsetzung wurde vorwiegend unterirdisch durchgeführt.

 

Weiters wurden Untersuchungen vorgenommen, die zu Rückschlüssen bei Geruchsbelästigungen aus dem Kanalnetz führen sollten.

 

Ganz wichtig ist, dass die Arbeiten zur digitalen Erfassung des Kanalnetzes, zum Aufbau des Kanalinformationssystems, KANIS genannt, größtenteils abgeschlossen wurden. Erstmals - weltweit erstmals! - werden Informationen zum Kanalnetz in digitaler Form im Internet angeboten.

 

Der Einsatzdienst der MA 30, der für die Beseitigung von Verstopfungen und ähnliche Arbeiten zuständig ist, hat 1 781 Einsätze geleistet; die Tendenz ist fallend.

 

Ebenso hat die MA 30 3 903 Tonnen Kanalschutt und Rechengut gefördert. Aus Schotterfängern wurden 1 269 Tonnen, aus den Hauptsammelkanälen 1 275 Tonnen, aus den Straßenkanälen 691 Tonnen, aus der Kläranlage Blumental 452 Tonnen und aus dem Pumpwerk Linker Donausammler 216 Tonnen Kanalschutt geräumt.

 

Senkgruben: Die Senkgrubenräumung ist ein wichtiger Aufgabenbereich der MA 30. Der Senkgrubenbestand hat sich allerdings im Jahr 2001 weiter verringert, dennoch belief sich die Zahl der durch die MA 30 durchgeführten Räumungen auf 35 168.

 

Erhaltungsarbeiten fanden an 1 912 Kleinbaustellen statt, 641 Schachtabdeckungen wurden repariert und erneuert, und es wurden Erhaltungsarbeiten an 292 Baustellen der Hauptsammelkanäle durchgeführt.

 

In der Kläranlage Blumental wurden 19 743 964 Kubikmeter Abwasser gereinigt.

 

Eines der wichtigsten Projekte ist die Kanal-TV-Untersuchung - darüber haben wir auch schon einmal gesprochen -: Insgesamt wurden 143 Kilometer nicht begehbare Kanäle auf diese Art und Weise überprüft.

 

Ja, meine Damen und Herren: All diese Dinge geschehen, ohne dass man es eigentlich in der Öffentlichkeit bemerkt und trotzdem sind sie ganz wichtig für eine reine, saubere Stadt zum Wohl der Bürger. - Wien macht's besser! (Beifall bei der SPÖ.)  

 

Auch die MA 31 leistet einen wunderbaren Beitrag zu einer wunderbaren Stadt. Über das Wiener Wasser wurde in der letzten Zeit sehr viel gesprochen; dennoch möchte ich noch einiges hinzufügen.

 

Die Aufgabe der MA 31 ist ja nicht nur, uns das Wasser ins Haus zu liefern, sondern sie setzt sich aus mehreren Bereichen zusammen. Dazu gehören die Wassergewinnung aus den Quellgebieten und die Wasserzuleitung nach Wien, wobei insgesamt Leitungen von 319 Kilometern Länge durchlaufen werden. Weiters zählt dazu die Wasserverteilung. Es gibt auch den Bereitschafts- und Gebrechensdienst im öffentlichen Rohrnetz, das 3 261 Kilometer umfasst. - Das muss man sich einmal vorstellen: 3 261 Kilometer öffentliches Rohrnetz! - Auch die Wassermessungen gehören in diesen Bereich. Insgesamt gibt es 100 860 Wasserzähler. An Wasserbehältern gibt es insgesamt 32, davon sind 30 allein in Wien, und diese 30 Behälter fassen 1 551 080 Kubikmeter und müssen auch gewartet und gepflegt werden.

 

Eine ganz wichtige Sache sind vor allem die Wassermuseen Kaiserbrunn und Wildalpen, die hier besonders zu erwähnen sind.

 

Von den insgesamt 146 761 164 Kubikmetern gewonnenen Wassers werden allein für Wien in das Wiener Rohrnetz 143 868 126 Kubikmeter abgeleitet. - Soll ich die Zahl wiederholen? (StRin Karin Landauer: Nein! - GR Dr Wilfried Serles: Bitte!) 143 868 126 Kubikmeter. (GR Kurth-Bodo Blind: Wie viel sind das in Kilo?)

 

Aber es gibt in diesem Bereich auch eine Reihe anderer Investitionen: die Instandsetzung des Aquädukts Mödling; das Grundwasserwerk Wöllersdorf erhielt einen neuen Anschluss an die Hochquellwasserleitung, sodass die Ortsversorgung mit Hochquellwasser hergestellt wurde.

 

Ich möchte Sie nicht zu lange langweilen. (Ironische Heiterkeit bei der FPÖ.) - Ich sage das bewusst, ich weiß, was ich sage! Ich sage bewusst "langweilen", denn wenn ich in Ihre Gesichter sehe, dann denke ich mir: Es interessiert Sie ja gar nicht! (Rufe bei der FPÖ: Oh ja! Oh ja!) - Ja, ja, ich weiß!

 

Bei Hausanschlussleitungen - und das ist jetzt an Frau Schmalenberg gerichtet, aber sie ist leider jetzt nicht da (GR Mag Hilmar Kabas - auf die auf dem Platz des Schriftführers sitzende GRin Mag Heidrun Schmalenberg weisend -: Oh ja! Da sitzt sie! Da!) - aha, da hinten; dann hören Sie mir gut zu! - ist vorwiegend auf den Austausch von Bleirohren Wert gelegt worden. Auch das ist ja Ihr Steckenpferd, das Thema Bleirohre.

 

1 095 Gebrechen wurden behoben. Der Bereitschaftsdienst hat insgesamt 1 906 Einsätze geleistet. - Ich sage das nicht aus Jux und Tollerei, sondern ich will damit klar machen, was die MA 31 und alle anderen Magistratsabteilungen in dieser Stadt eigentlich leisten! (Beifall bei der SPÖ.)  

 

Auch im Bereich der MA 31 wurde die Anschlussleitung zur Datenbank fast vollständig fertig gestellt. 527 Mitarbeiter sind hier ständig im Einsatz und sie

 

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