Gemeinderat,
26. Sitzung vom 28.03.2003, Wörtliches Protokoll - Seite 63 von 67
ebenfalls in Wien produziert werden - Grund genug, diesem
Antrag zuzustimmen.
Meine geschätzten Damen und Herren! Ich ersuche Sie
noch einmal, diesem Antrag Ihre Zustimmung zu geben. Meine Fraktion wird das
gerne tun. - Danke schön. (Beifall bei der SPÖ.)
Vorsitzender GR Rudolf Hundstorfer: Zum
Wort ist niemand mehr gemeldet.
Die Frau Berichterstatterin verzichtet auf das
Schlusswort.
Wir kommen zur Abstimmung.
Wer für die Postnummer 31 in der vorliegenden
Fassung ist, bitte ich um ein Zeichen mit der Hand. - Das ist mehrheitlich,
ohne die GRÜNEN, so angenommen.
Wir kommen zur Postnummer 18. Sie betrifft das
Plandokument 7371 im 12. Bezirk, KatG Altmannsdorf und Inzersdorf Stadt.
Hier liegt keine Wortmeldung vor.
Wer dafür ist, bitte ich um ein Zeichen mit der Hand.
- Das ist mehrheitlich, ohne die Freiheitlichen, so angenommen.
Nun gelangen wir zur Postnummer 22. Sie betrifft
das Plandokument 7498 im 17. Bezirk, KatG Neuwaldegg.
Hier liegt ebenfalls keine Wortmeldung vor.
Wer dafür ist, bitte ich um ein Zeichen mit der Hand.
- Das ist mehrheitlich, ohne die GRÜNEN, so angenommen.
Damit kommen wir zur Postnummer 24 der
Tagesordnung. Sie betrifft das Plandokument 7422 im 11. Bezirk, KatG
Simmering.
Ich erteile Herrn GR Dr Troch als Berichterstatter
das Wort. (Zwischenruf der GRin Dr Sigrid Pilz.)
Frau Dr Pilz, wir können das Seniorenprojekt gleich
diskutieren. - Herr GR Dr Troch, bitte.
Berichterstatter GR Dr Harald Troch:
Ich bitte um Zustimmung.
Vorsitzender GR Rudolf Hundstorfer:
Danke schön. - Zum Wort gemeldet ist Frau GRin Dr Pilz. - Bitte. (GR Harry
Kopietz: Werden Sie auch so kurz wie Kollege Maresch sein können? Geht das?)
GRin Dr Sigrid Pilz (Grüner Klub im
Rathaus): Können tue ich, aber ob ich will, weiß ich nicht. Nein, da machen
wir jetzt keinen Wettbewerb, da reden wir jetzt einmal ganz kurz oder ganz
lang, je nachdem, über den Hüblerpark. Der Herr Vorsitzende weiß, was jetzt
kommt. Ich bin ja an sich nicht in diesem Ausschuss, aber es ist mir trotzdem
ein Anliegen, mich hier zum Wort zu melden. Denn es geht im Hüblerpark um die
Institutionalisierung eines Provisoriums. Niemand hat etwas dagegen, wenn für
die Dauer einer Baustelle für die U-Bahn ein Gebäude in einem Park errichtet
wird, das dann wieder abgetragen wird. Jetzt trägt man aber das Gebäude nicht
ab, sondern errichtet darin ein Gesundheits- und Sozialzentrum.
Die GRÜNEN freuen sich ja, wenn es genügend gut erreichbare
Gesundheits- und Sozialzentren gibt. Wir freuen uns aber nicht, wenn dafür
grüne Parks hergenommen werden und wenn sozusagen mit dem fast unschlagbaren
Argument, dass es günstig ist, dass es erreichbar ist und dass es für die
Senioren und Seniorinnen wunderbar liegt, der Park verbaut wird. Denn da könnte
man viel in Parks verbauen, Herr Präsident Hatzl, das ist immer schön für
diejenigen, die dann drinnen sind, und weniger schön für diejenigen, deren
Grünflächen reduziert werden. Und wenn man ... (GR Johann Hatzl: Waren Sie
vor 20 Jahren einmal in dem Park?)
In
dem Park? Ich bin bei jedem Park dafür, dass er erhalten bleibt. (GR Johann
Hatzl: Nein, waren Sie vor 20 Jahren schon einmal in dem Park?) Ob ich
vor 20 Jahren schon Senior war? (GRin Josefa Tomsik: Ob Sie schon dort
waren?) Nein. Dort war ich natürlich vor zehn ... (Zwischenrufe bei der
SPÖ.) Aber man könnte dort, statt ein Bauwerk auf Dauer zu installieren ...
(GR Johann Hatzl: Wenn Sie damals schon dort gewesen wären, dann würden Sie wissen,
dass diese Fläche kein Teil des Parks war ...!) - Gut, jetzt wird es doch
länger, Sie wollen es nicht anders. Wir machen kein Mittagessen aus, sondern
ich sage schlicht und einfach, wie wir das sehen. Jedes Stück Grünland, das man
im Park zurückgewinnen kann, ist ein gutes Stück Park. (Zwischenrufe bei den
GRÜNEN und der SPÖ.)
Was
diese Gesundheits- und Sozialzentren betrifft, so ist es nicht wirklich
notwendig, dass sie im Park sind. Es würde sich zum Beispiel anbieten, sie in
einem Haus des Kuratoriums der Pensionistenhäuser unterzubringen. Denn dort
wäre eine gewisse Synergie gegeben, dort könnte man die Infrastruktur besser
verbinden. Es ist schlicht und einfach nicht vernünftig, hier Grünland, das
allen Bürgern und Bürgerinnen zur Verfügung stehen soll, noch für ein weiteres
Amt, das im Wesentlichen administrative Aufgaben zu bewältigen hat, zur
Verfügung zu stellen.
In
diesem Sinne hoffe ich, dass das Auditorium vielleicht überzeugt werden konnte,
und teile mit, dass wir nicht zustimmen, sondern ablehnen werden. (Beifall
bei den GRÜNEN.)
Vorsitzender GR Rudolf Hundsdorfer: Ich
danke schön. - Zum Wort ist niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist somit
geschlossen.
Der Herr Berichterstatter hat das Schlusswort. -
Bitte.
Berichterstatter GR Dr Harald Troch:
Ich möchte mich ganz einfach an die Fakten halten. Im Zuge des U-Bahnbaus wurde
jenes Haus um zirka zehn Millionen Schilling am Rande des Hüblerparks
geschaffen, gleichzeitig wurde aber eine gleich große Fläche vom Park Richtung
Schule als Park neu gewidmet. - Das zum Ersten.
Das kleine Bauwerk, um das es hier geht, nimmt
tatsächlich die Fläche ein, auf der sich früher ein Freibad, ein betoniertes
Kinderfreibad befand. Das war überhaupt keine Grünfläche, zu keiner Zeit! (Zwischenruf
der GRin Dr Sigrid Pilz.) Das gibt es schon lange nicht mehr. Das ist nicht
dadurch abgetragen worden, das war einfach eine betonierte Fläche. Vor allem
wurde von zirka drei Hektar Park knapp ein Hektar, um den es mittlerweile geht,
als Grünland, Spiel- und Sportplatz neu geschaffen.
Ich möchte auch darauf hinweisen, dass mit dem
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