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Gemeinderat, 2. Sitzung vom 10.12.2020, Wörtliches Protokoll  -  Seite 46 von 106

 

der Stadt gibt, die eine Tourismuszone brauchen, aber wenn wir jetzt darüber nachdenken, was wir in Zukunft brauchen, ist die Tourismuszone definitiv etwas, um den Gästen, die zu uns kommen, auch am Sonntag die Möglichkeit zu geben einzukaufen, denn dieses Feedback kommt von allen Gästen, die bei uns waren: Wir haben nicht verstanden, dass wir am Sonntag, bevor wir die Heimreise angetreten haben, nicht shoppen gehen durften.

 

Dementsprechend unterstützen Sie bitte diesen Antrag von uns, wir wollen der Wiener Wirtschaft mehr Raum geben, dafür möchte ich mich auch persönlich in den nächsten Jahren einsetzen. Sie alle sind herzlich eingeladen, auch Initiativen über Fraktionsgrenzen hinweg und ohne Polemik zu unterstützen und miteinander zu agieren, denn eigentlich sind wir alle gemeinsam die Wirtschaft. - Danke schön.

 

Vorsitzende GRin Dipl.-Ing. Elisabeth Olischar, BSc: Vielen Dank, die tatsächliche Redezeit hat zwölf Minuten betragen, aber da wir Vorsitzkollegen uns ausgemacht haben, heute etwas kulant mit den Erstrednern zu sein, werde ich entsprechend weniger Zeit eintragen. Als Nächster zu Wort gemeldet ist GR Ing. Meidlinger, selbstgewählte Redezeit sind neun Minuten. Ich erteile ihm das Wort.

 

14.21.14

GR Ing. Christian Meidlinger (SPÖ)|: Sehr geehrte Frau Vorsitzende! Herr Stadtrat! Sehr geehrte Damen und Herren! Auch jene, die wir zu Hause erreichen!

 

Die Auswirkungen der Gesundheitskrise auf die Realwirtschaft, die größte Wirtschaftskrise, auf diese Punkte wurde ja heute bereits mehrfach und richtigerweise eingegangen und es wurde darüber gesprochen. Ich bin sehr froh, dass wir einen Budgetvoranschlag haben, der auf diese Krise in vielen, vielen Punkten Bezug nimmt, agiert und gegensteuert. Ich möchte mich vorab, denn am Ende geht wieder die Redezeit aus, vor allem einmal bei allen Kolleginnen und Kollegen der Daseinsvorsorge, in den Gesundheitsbereichen, auch in der Verwaltung recht herzlich dafür bedanken, wie die Krise gemeistert wurde, wie der Lockdown gemeistert wurde. Es haben in Wirklichkeit die gesamte Verwaltung der Stadt und alle Bereiche von heute auf morgen auf digitale Arbeitsweise umgestellt. Das zeigt eigentlich auch schon, wie weit diese Stadt in der Digitalisierung ist, noch einmal ein recht herzliches Dankeschön an alle Kolleginnen und Kollegen.

 

Genau heute oder ziemlich genau vor einem Jahr sind wir da gestanden und haben von Rekordbeschäftigung gesprochen, haben von einer Zeit gesprochen, in der wir 30 Monate hintereinander sinkende Arbeitslosenzahlen gehabt haben, 270.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind in diese Stadt täglich eingependelt, weil es eine sehr tolle Stadt mit hervorragenden Arbeitsplätzen ist. Was wir auch vor einem Jahr angemerkt haben, man kann diese gesamte Geschichte ja nicht wegdrücken, wir sind in den letzten 15 Jahren ja um die Stadt Graz, um die Einwohnerzahl der Stadt Graz gewachsen. Das hat natürlich Investitionen bedurft. Und wo stehen wir heute? - Wir stehen heute in Österreich bei einer Arbeitslosenzahl von 460.000 Menschen, Kolleginnen und Kollegen, bei nur 60.000 angebotenen offenen Stellen. Wir haben in Wien eine Rekordarbeitslosigkeit mit 173.000, wenn man die Menschen, die sich in Schulung befinden, dazurechnet, und es waren zum Höhepunkt auch in Wien 285.000 Menschen, Kolleginnen und Kollegen in Kurzarbeit.

 

Ich möchte voranstellen, eigentlich sind Arbeitsmarktpolitik und Beschäftigungspolitik Bundesangelegenheit. Was Wien tun kann, ist, Maßnahmen setzen, Investitionen tätigen, um Beschäftigung zu schaffen. Das passiert im Bereich der Daseinsvorsorge, es wurde auch heute schon berichtet, über 600 Millionen EUR an Investitionen, an notwendigen Investitionen werden vorgezogen, da sprechen viele internationale Experten von den richtigen Maßnahmen und begrüßen diese Maßnahmen auch. Wien hilft aber auch jenen, die es besonders schwer haben, auch das wurde heute schon öfters angesprochen. Das sind auf der einen Seite die jungen Menschen, wir haben eine Rekordjugendarbeitslosigkeit, wir haben österreichweit einen Rückgang bei den Lehrstellen von über 10 Prozent, das ist kein Wiener Phänomen. Wien hat auch da reagiert, wir haben die Anzahl der Lehrstellen in der Stadt von 150 auf 300 verdoppelt, auch in den Unternehmungen der Stadt wurden viel mehr Lehrlinge aufgenommen, die Wiener Linien zum Beispiel investieren 16,5 Millionen EUR in eine neue Lehrwerkstätte, um auch da in Zukunft mehr als doppelt so viele Lehrlinge auszubilden als heute.

 

Einer der Punkte, der liegt mir auch sehr am Herzen, weil mir sehr viele junge Menschen auch wirklich am Herzen liegen, ist die Jugendstiftung, die wir ins Leben gerufen haben, der Ausbildungsverbund, die Möglichkeit zum Ausbildungsverbund, wodurch wir gerade in der Gastro und im Tourismus vielen jungen Menschen helfen und als Stadt zusätzlich 17 Millionen EUR in die Hand nehmen. Bei den Jugendstiftungen geht es darum, dass wir 800 Jugendlichen, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, die vielleicht die Lehre abgebrochen haben, eine berufliche Perspektive geben, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten wollen. Auch die Stadt Wien wird sich da beteiligen und auch entsprechende Ausbildungslehrgänge vorantreiben.

 

Wien hat auch noch - das geht ein bisschen in den Gesundheitsbereich hinein - in die Joboffensive in den Gesundheitsberufen investiert: 250 Ausbildungsplätze für Ärztinnen und Ärzte plus 1.000 Ausbildungsplätze für diplomierte Gesundheits- und DiplomkrankenpflegerInnen, 700 Pflegeassistenz- und Pflegefachassistenzkolleginnen und -kollegen und 800 Ausbildungsplätze für medizinische, therapeutische und diagnostische Gesundheitsberufe plus Hebammen. Das sind insgesamt 2.750 Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze mehr, Wien schafft Arbeit, Wien bildet Kolleginnen und Kollegen aus und bietet somit vielen jungen Menschen dieser Stadt tolle Chancen.

 

Was, das möchte ich hier in den letzten Minuten noch sagen, macht aber eigentlich der Bund oder die Bundesverantwortlichen? - Wir haben in den Bundestheatern mit Staatsoper, Volksoper und der Burg einen einzigen Lehrling, liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Da

 

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