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Gemeinderat, 7. Sitzung vom 18.11.2025, Wörtliches Protokoll  -  Seite 34 von 108

 

Beim Jugendcoaching ist es uns völlig unklar, weil Jugendliche das bräuchten, weil die Coaches ja wirklich hervorragende Arbeit leisten im Sinne von Schulabbrüche verhindern, im Sinne von Hilfe bei Krisen, die mannigfaltig sind und in denen sie Orientierung geben. Und was passiert jetzt auch in diesem Bereich, bei den Schwächsten im Grunde genommen? - Man nimmt genau diesen Menschen, diesen jungen Personen wieder die Chancen.

 

Das ist bildungspolitisch unverständlich, das ist sozialpolitisch kurzsichtig, und langfristig ist es auch teuer, finanziell und gesellschaftlich. Deshalb ist es mir wichtig, zu betonen - weil mir zwar klar ist, dass das mehr vom Bund kommt als von Ihnen, aber wenn Sie sich immer rühmen und von "Wien Hand in Hand mit dem Bund" sprechen, dann schauen Sie bitte einmal genau dorthin, denn ich verstehe nicht, warum Sie Ihre Verantwortung in diesem Bereich nicht ernst nehmen. Wer bei Kindern und Jugendlichen spart, zahlt später doppelt und dreifach.

 

Deshalb, setzen wir endlich Prioritäten dort, wo sie hingehören! Unterstützen Sie unsere Anträge! Ich habe nicht viel Hoffnung, muss ich ehrlicherweise sagen, aber möglicherweise passiert es irgendwann. - Danke. (Beifall bei den GRÜNEN.)

 

Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Als Nächster zum Wort gemeldet ist Herr Abg. Stumpf.

 

12.21.04

GR Michael Stumpf, BA (FPÖ)|: Sehr geehrte Frau Vorsitzende, Frau Berichterstatterin, geschätzte Damen und Herren!

 

Es kommt nicht oft vor, dass ich auch den GRÜNEN recht gebe, und das tue ich jetzt. Also es stimmt, dass das Fundament - wenn wir sinnbildlich über das Schulsystem sprechen und es mit einem Haus vergleichen -, dass die Fassade bröckelt, dass dringende Instandsetzungsmaßnahmen notwendig sind. Hier stellen sich die NEOS mit den Roten heraus und feiern einen Blumentopf ab, einen Blumentopf, den in Wirklichkeit keiner braucht und der an den wahren Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler völlig vorbeigeht.

 

Es handelt sich nämlich um eine sehr hohe Fördersumme. Kollege Maximilian Krauss hat heute schon gesagt, allein in den letzten zehn Jahren waren es, zusammengerechnet, über 100 Millionen EUR. Das ist wirklich, wirklich viel Geld. Das ist Geld, das natürlich an anderen Stellen fehlt. Wir reden da gerade vom Bereich der Deutschförderung oder von der Sonderpädagogik, von infrastrukturellen Angelegenheiten. Überall hören wir, dass das Geld knapp ist. Bei WIENXTRA nicht, da ist Geld da. Es ist auch beachtlich - wie man sieht, wenn man sich den Akt anschaut und ein bisschen in die Vergangenheit blickt -, dass Restmittel von WIENXTRA - wo sehr großzügig ausgeschüttet wurde - immer von Jahr zu Jahr ins nächste Jahr mitgenommen und mitgeschleppt worden sind, anstatt dass man das Budget an den realen Bedarf angepasst hat.

 

Auf der Homepage, wo die Kursangebote oben stehen, wird immer dazugeschrieben, diese können kostenlos in Anspruch genommen werden. Ja, sie sind kostenlos, aber letzten Endes zahlen wir ja trotzdem für diese Kursangebote. Wenn man sich die Statistik anschaut, wie viele abgerufen werden, ist wirklich beachtlich, wie viele nicht abgerufen werden, wo eine Nullstelle vermerkt ist (Zwischenruf von VBgm.in Mag. Bettina Emmerling, MSc - GRin Dipl.-Ing. Selma Arapović: Aber es ist ein Angebot!), wo es Angebote mit Nullverrechnungen gibt, und das bei einem riesigen Angebot. Macht nichts, ist aber teilweise auch nachvollziehbar, denn ein Blick auf diese Kursangebote reicht mir, um festzustellen, dass diese Kursangebote beziehungsweise jene Menschen, die sich diese Kursangebote ausdenken, eine ideologisch-politische Schlagrichtung haben und dass die Schülerinnen und Schüler das auch nicht wollen und deswegen ablehnen.

 

So trägt beispielsweise ein Workshop, der von WIENXTRA für die Schulstufen 9 bis 12 angeboten wird, den Titel "Rechtsweg Asyl". Also gratis, steht da wieder einmal, kann man diesen Workshop besuchen, einen Einblick in das Thema Asylrecht und Asylverfahren bekommen, und dann können die Schüler da sozusagen durch Planspiele dieses Verfahren durchlaufen und quasi auch einen Einblick in unsere bösen Asyl- und Fremdengesetze bekommen. Also eine eindeutige politische Schlagrichtung, denn wer macht das? - Natürlich der Veranstalter Asylkoordination Österreich. Das braucht kein Schwein, deswegen steht dort auch eine Null. (Beifall bei der FPÖ.)

 

Oder, der nächste Workshop - wird auch nie abgerufen, vielleicht ändert sich das jetzt nach der grandiosen Rede des Herrn Kollegen Lukas Burian. Ein Workshop, der nie abgerufen wurde, trägt den Namen "queerfacts Workshop". (GR Dipl.-Ing. Dr. Stefan Gara: Uh! Uh, das ist …!) Das ist also ein Bildungsprojekt. Wo da die Bildung ist, weiß ich nicht, denn da steht nämlich, LGBTIAQ+-Themen werden "als Extremismus- und Sexismusprävention" aufgegriffen. Den Kindern wird erklärt, dass das Geschlecht frei wählbar ist. Das ist ein soziales Konstrukt, das kann man sich aussuchen, je nach Belieben, je nach Fasson. Das steht alles da. Dazu kann man sich natürlich auch die Bildungsmaterialien für die Schulen bestellen. Dann bestellt man sich das. Dann gibt es da mehr Regenbogenfahnen, als überhaupt die UN Fahnen aufweist. Alles kein Problem! Herr Burian erzählt uns, das ist super, das schützt nämlich die Jugendlichen von morgen davor, dass sie radikalisierte Attentäter werden! Genau solche queerfacts schützen sie.

 

Also, Kollege, ich weiß nicht, wo Sie leben, aber das passt gut in diese Argumentationslinie von damals. Als das Krankenhaus Nord erbaut worden ist, ist ein sündteurer Schutzring um das Krankenhaus errichtet worden. Und so ist es auch mit Ihrem Schutzring (Heiterkeit bei den NEOS.), diesen queerfacts Workshops und WIENXTRA - beides nützt nichts, kostet aber jede Menge Geld. Das ist die Wahrheit. (Beifall bei der FPÖ.)

 

Die nächste ideologische Schlagrichtung hat ein Workshop mit dem Titel "Argumentationshilfe gegen KlimawandelleugnerInnen". Also jeder, der über den Klimawandel beziehungsweise die Auswüchse, über die Probleme, über die Ursachen, über die Bekämpfung allein nur laut reflektiert und nachdenkt und vielleicht

 

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