Gemeinderat, 7. Sitzung vom 18.11.2025, Wörtliches Protokoll - Seite 36 von 108
und niemanden zurücklässt. - Danke schön. (Beifall bei SPÖ und NEOS.)
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Vielen Dank.
Zu Wort ist niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist somit geschlossen.
Die Frau Berichterstatterin verzichtet auf das Schlusswort.
Wir kommen nun zur Abstimmung über die Postnummer 4. Und ich darf all jene Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, die der Postnummer 4 zustimmen, um ein Zeichen mit der Hand ersuchen. - Das ist mit den Stimmen von ÖVP, NEOS, SPÖ und GRÜNEN mehrheitlich so angenommen.
Es liegen zwei Beschlussanträge vor, die ich nun zur Abstimmung bringen darf.
Ein Antrag der ÖVP: ein Schulsozialarbeiter pro Pflichtschulstandort in Wien.
Wer diesem Antrag Folge leistet, den bitte ich um ein Zeichen mit der Hand. - Das sind die Stimmen von ÖVP, FPÖ und GRÜNEN gegen die Stimmen von SPÖ und NEOS.
Zweiter Antrag von der ÖVP betreffend umfassendes Kinder- und Jugendschutzpaket. (GR Wolfgang Irschik: FPÖ! Von uns, bitte!) - Von der FPÖ, Entschuldigung.
Wer diesem Antrag zustimmt, den bitte ich um ein Zeichen mit der Hand. - Das sind die Stimmen von ÖVP und FPÖ gegen die Stimmen von NEOS, SPÖ und GRÜNEN. Das ist damit nicht die Mehrheit.
Es ist niemand zu Wort gemeldet,
deswegen kommen wir gleich zur Abstimmung.
Wer der Postnummer 1 zustimmen kann, den bitte ich um ein Zeichen. - Das ist mit den Stimmen von ÖVP, FPÖ, NEOS, SPÖ und GRÜNEN einstimmig angenommen.
Es liegen Beschlussanträge vor:
Antrag der GRÜNEN zum Thema Neuaufstellung der Sprachförderung in Wien in elementaren Bildungseinrichtungen.
Wer dem Antrag zustimmt, den bitte ich um ein Zeichen. - Das sind die Stimmen von ÖVP und GRÜNEN gegen die Stimmen von FPÖ, NEOS und SPÖ.
Nächster Antrag, ebenfalls von den GRÜNEN, betreffend Qualität der Sprachförderung in Wiens elementaren Bildungseinrichtungen nachhaltig verbessern.
Wer zustimmt, den bitte ich um ein Zeichen. - Das sind die Stimmen von ÖVP, FPÖ und GRÜNEN. Das bleibt in der Minderheit
Letzter Antrag, von der ÖVP, betreffend verpflichtende Deutschfördermaßnahmen in Wiens Kindergärten umsetzen.
Wer dem Antrag zustimmt, den bitte ich um ein Zeichen. - Das sind die AntragstellerInnen alleine, das bleibt somit in der Minderheit.
Wir kommen nun zur Postnummer 2.
Ich darf die Berichterstatterin, Frau Mag. Vasold, bitten, die Verhandlung einzuleiten.
Berichterstatterin GRin Mag. Stefanie Vasold: Ich bitte um Zustimmung.
Vorsitzende GRin Marina Hanke, BA: Zum Wort gemeldet hat sich Frau Abg. Bakos. Ich erteile es ihr.
GRin Mag. Dolores Bakos, BA (NEOS): Sehr geehrte Frau Vorsitzende, werte Kolleginnen und Kollegen, werte Zuseherinnen und Zuseher!
Bei diesem Poststück, bei diesem Akt heute geht es um ein Thema, das, davon sind wir zutiefst überzeugt, ein Thema ist, das vom Rand unserer Gesellschaft ganz in die Mitte gerückt gehört, nämlich ein Thema, das vor allen Dingen noch vor der Corona-Zeit, also bis dahin von vielen sträflichst vernachlässigt wurde, das aber bis heute sehr stark von Stigmatisierung, von Tabuisierung betroffen ist. Das ist das Thema Mental Health und psychische Gesundheit, ein Thema, bei dem wir, vor allen Dingen hier in diesem Akt, vor allen Dingen Kinder und Jugendliche unterstützen wollen.
Es ist ein Thema, dem mittlerweile wahrscheinlich jede Schule, jede Lehrkraft und - ich bin zutiefst davon überzeugt - wahrscheinlich wir alle in unserer Umgebung zumindest einmal schon begegnet sind. Wenn man mit Jugendlichen spricht, dann hört man ganz oft Aussagen wie: Ich weiß nicht, wie ich das alles noch schaffen soll!, oder noch viel schlimmer, wenn man das überhaupt werten möchte: Ich traue mich nicht, jemandem zu sagen, wie es mir wirklich geht! - Das sind Aussagen, die zutiefst wachrütteln müssen. Das ist ein Thema, bezüglich dessen wir gerade auch mit diesem heute vorliegenden Poststück, mit den Mental Health Days, nicht nur eine Enttabuisierung und auch Entstigmatisierung herbeiführen wollen, sondern vor allen Dingen auch einen Raum schaffen wollen, wo jeder junge Mensch über seine Sorgen, über seine Ängste sprechen kann, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall bei den NEOS.)
Der Verein zur Förderung eines selbstbestimmten Umgangs mit Medien, der diese Tage umsetzt, setzt eben genau dort an, wo vielleicht viele wegschauen: bei der Verbindung von Mediennutzung, psychischer Gesundheit und dem enormen Druck, dem Jugendliche teilweise auch ausgesetzt sind.
Das Thema psychische Gesundheit ist nicht einfach nur ein Randphänomen, es ist ein entscheidender Faktor für Wohlbefinden, natürlich, aber auch für Bildungserfolg, für Teilhabe, für Chancen und ganz generell für Zukunft. Es geht also um die Entstigmatisierung eines Themas, bei dem man noch immer ein bisschen das Gefühl hat, es ist mit Scham behaftet. Es geht um Stabilität, um Resilienz und darum, jungen Menschen ihre Stimme zu geben, bevor es zu spät ist.
In diesem Schuljahr - und damit werde ich jetzt auch konkreter - werden 125 Projekttage durchgeführt, was rund 600 Workshops an unseren Mittelschulen und weiteren Schulen bedeutet. Und jeder dieser Workshops öffnet einen Raum. Er öffnet einen Raum, den Jugendliche ganz dringend brauchen.
Dieses Poststück ist aber nicht nur für die Jugendlichen im Speziellen als Zielgruppe relevant, sondern man muss ja auch immer ein bisschen über den Tellerrand hinausschauen und sich anschauen: Welche Zielgruppen braucht ein solches Projekt denn auch, um diese Entstigmatisierung herbeizuführen? Und das ganz Besonde
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