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Gemeinderat, 7. Sitzung vom 18.11.2025, Wörtliches Protokoll  -  Seite 56 von 108

 

allein im Gesundheitsbereich bearbeitet werden kann, sondern weitreichendere Konsequenzen hat. Alle Frauen - hier im Saal sind sicher schon einige, wenn ich mir das Alter so anschaue - in einem gewissen Alter durchwandern die Wechseljahre. Das tun letztendlich wirklich alle Frauen, nicht alle mit denselben Problemen. Das ist erfreulich, aber tatsächlich sind zwei Drittel der Frauen von mehr oder weniger starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen betroffen.

 

Wie vielleicht einige von Ihnen selbst die Erfahrung gemacht haben, wird man bei den GynäkologInnen, aber auch andernorts, mit den Problemen oft allein gelassen. Sie werden banalisiert, bagatellisiert, es wird gesagt: Naja, tun Sie sich nichts an, das haben andere auch geschafft., und so weiter.

 

Wie wir wissen, muss es so nicht sein. Es gibt mittlerweile sehr gute Hormonersatztherapien, aber die sind nicht für jede Frau im gleichen Maße geeignet. Also braucht es viel Beratung, viel Unterstützung und Aufklärung. Deswegen ist es aus unserer Sicht wichtig, eine strategische Vorgabe zu machen, wo Maßnahmen angesetzt werden sollten.

 

Ich möchte noch erwähnen, dass Frauen, wenn sie in den Wechseljahren sind, auch in der Arbeitswelt ganz massiv unter der oft tabuisierten Situation leiden, aber auch unter ihren Symptomen. Es ist schockierend, dass viele Frauen sich tatsächlich überlegen, ihre Arbeitszeit zu reduzieren, weil sie es einfach nicht schaffen, oder ganz auszusteigen, und wir auch feststellen, dass die Krankenstandstage zunehmen.

 

Ich glaube, so muss es nicht sein. Da braucht es einfach viel Aufklärung, Sensibilisierung und vielleicht auch konkrete Maßnahmen, wie Frauen geholfen werden kann. Vielleicht haben Sie die Dokumentation gesehen - in Schottland gibt es dazu auch Initiativen. Beispielsweise sind diese Plastikgewänder besonders unangenehm, wenn man im Handel arbeitet und gerade so eine Hitzeattacke hat. Es sind oft kleine Maßnahmen, die helfen, wie, dass man zum Beispiel Baumwolltextilien als Arbeitskleidung einsetzt oder einfach in der Phase einmal kurz vor dem Kühlregal etwas einschlichten kann und nicht unbedingt an der Kassa schwere Packungen über den Counter ziehen muss. Also, es gibt viele Möglichkeiten der Hilfe.

 

Auf die ÄrztInnenschaft bin ich schon kurz eingegangen. Auch da gibt es nach wie vor viel Unwissen, Aufklärungs- und Weiterbildungsbedarf. Ich habe Schottland erwähnt, es gibt noch andere Länder, wo VorreiterInnenschaft geleistet wird. In Großbritannien wurde 2022 die Leitlinie Menopause-friendly Workplaces verabschiedet. Ich würde mich freuen, wenn die Stadt auch so ein Menopause-friendly Arbeitsplatz werden würde. Auch die WHO hat gefordert, die Menopause endlich als Public-Health-Thema ernst zu nehmen.

 

Was wir heute, gemeinsam mit Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren, versuchen, ist, Wien eine weitere positive Geschichte im Bereich der Frauengesundheit hinzuzufügen und Wien zu einer Vorreiterin beim Thema Menopausenstrategie zu machen und damit Wien weiterhin als Stadt der Frauen gut zu positionieren. Wie gesagt, es handelt sich um ein Public Health-Thema, das die Ausbildung der MedizinerInnen umfasst, viel Aufklärungsarbeit, natürlich auch die gesellschaftspolitischen Bilder, die zu Frauen 40-, 45-, 50-plus existieren, die einfach auch angepasst und realistisch und zeitgemäß werden und jenseits von Vorurteilen und Stereotypen erfolgen müssen.

 

Was ich abschließend noch sagen möchte, ist, wir werden den Antrag dem Ausschuss zuweisen lassen, weil das auch im Antrag drinsteht und es uns wichtig ist, dass das Thema mit ExpertInnen gemeinsam weiterdiskutiert wird, dass gesehen wird, was wir hier heute vorschlagen. Arbeitswelt, Ausbildung, Aufklärungssensibilisierung, Information sind ja nur einige Aspekte, da gibt es sicher noch mehr. Da mit ExpertInnen weiterzudiskutieren, ist ganz in unserem Sinne und absolut sinnvoll. Deswegen werden wir den Antrag dem Ausschuss zuweisen lassen. Wir hoffen sehr, dass dort dann gemeinsam mit den ExpertInnen es tatsächlich zu einer sehr wirkungsvollen Menopausenstrategie in Wien kommt.

 

Ich hoffe auf breite Zustimmung zu unserem Antrag und freue mich, wenn wir in einigen Monaten oder vielleicht in einem Jahr tatsächlich hier eine gute Strategie verabschieden können. - Danke. (Beifall bei den GRÜNEN und von GRin Martina Ludwig-Faymann.)

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Zu Wort ist niemand gemeldet, die Debatte ist geschlossen. Die Berichterstatterin verzichtet auf das Schlusswort.

 

14.53.50Wir kommen daher zur Abstimmung über die Post 21. Wer dieser Postnummer zustimmen kann, den ersuche ich um ein Zeichen mit der Hand. - Ich stelle die Einstimmigkeit fest, diese Postnummer ist einstimmig angenommen.

 

Es liegt ein Antrag der GRÜNEN zur Entwicklung einer Wiener Menopausenstrategie vor. Dieser Antrag ersucht um Zuweisung. Wer der Zuweisung zustimmen kann, den ersuche ich um ein Zeichen mit der Hand. - Dieser Antrag ist einstimmig zugewiesen.

 

14.54.24Wir kommen nun zur Postnummer 23 der Tagesordnung, sie betrifft die Festsetzung der Tarife für die Leistungen des Hygienezentrums der Stadt Wien ab 1. Jänner 2026. Es hat sich niemand zu Wort gemeldet.

 

14.54.37Daher kommen wir sofort zur Abstimmung über die Postnummer 23. Wer dieser Postnummer zustimmen kann, den ersuche ich um ein Zeichen mit der Hand. - Ich sehe die Zustimmung der SPÖ, der NEOS, der GRÜNEN und der ÖVP, womit diese Postnummer mehrstimmig gegen die Stimmen der FPÖ angenommen ist.

 

14.54.59Wir kommen zur Postnummer 17 der Tagesordnung. Sie betrifft eine Förderung an die Stadt Wien Kunst GmbH für die Jahre 2025 und 2026. Auch zu dieser Postnummer hat sich niemand zu Wort gemeldet.

 

14.55.14Das heißt, wir kommen sofort zur Abstimmung über die Postnummer 17. Wer zustimmen kann, den ersuche ich um ein Zeichen mit der Hand. - Ich sehe die Zustimmung der SPÖ, der NEOS, der FPÖ und der GRÜNEN, womit diese Postnummer mehrstimmig gegen die Stimmen der ÖVP angenommen ist.

 

14.55.36Wir kommen zur nächsten Postnummer, nämlich der Postnummer 20, sie betrifft eine Förderung an die Ko

 

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