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Gemeinderat, 4. Sitzung vom 26.01.2011, Wörtliches Protokoll  -  Seite 4 von 81

 

tenersatz sowie Verpflegung an.

 

Ehrenamtliche Tätigkeiten finden wir außerdem im Gemeindebau durch mehr als 1 300 Mietervertreterinnen und Mietervertreter in derzeit über 310 Wohnhausanlagen. Die gewählten Mieterbeiräte nehmen mit ihrer unbezahlten, also ehrenamtlichen, Tätigkeit im Gemeindebau eine wichtige Rolle ein. Maßnahmen zur Stärkung der Mieterbeiräte sind ein kostenloses Schulungs- und Fortbildungsprogramm, Beratung und Coaching sowie der Aufbau von entsprechenden Kommunikationsstrukturen. Die ehrenamtliche und viel Gemeinschaftssinn erfordernde Arbeit der Mietervertreterinnen und Mietervertreter wird bei der auch im Jahr 2011 wieder stattfindenden Gala „Auf gute Nachbarschaft" entsprechend gewürdigt werden.

 

Auch für die hervorragende Qualität des Wiener Kulturlebens sind die Leistungen von Freiwilligen bedeutend. Als Dank für diese Leistungen plant die Geschäftsgruppe Kultur für 2011 – wie schon in den vergangenen Jahren –, zu gemeinsamen Veranstaltungen einzuladen sowie auch Ehrungen vorzunehmen.

 

Im Hinblick auf das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011 möchte ich konkret auch auf die Veranstaltung „Freiwillige on Tour 2011" hinweisen. Diese findet vom 25. bis 27. Jänner 2011, also derzeit, im Wiener Rathaus statt. Gemeinsam mit dem Sozialministerium, mit zahlreichen Organisationen und Initiativen wird die Gelegenheit geboten, eine Tour durch alle Formen und Facetten von freiwilligem Engagement, insbesondere natürlich in Wien, zu präsentieren.

 

Auch auf Grund des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit 2011 wird beim diesjährigen Tag der Selbsthilfe, der hier im Rathaus stattfinden wird, dem Thema Ehrenamt und freiwilliges Engagement besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Vor allem gilt es allerdings 2011, die Rahmenbedingungen für Freiwilligeneinsätze weiter zu entwickeln, damit in Zukunft die Qualität des Freiwilligenmanagements hochwertigen Standards entspricht. In den letzten Jahren wurde es für Organisationen der Freiwilligen immer wichtiger, ihre Strukturen und Abläufe im Freiwilligenmanagement zu optimieren. Bereits bestehende Einrichtungen wie die Wiener Plattform für FreiwilligenkoordinatorInnen, die Ehrenamtsbörse sowie Kommunikationsdrehscheiben wie die Wiener Seniorenbeauftragten oder die „Helfer Wiens“ werden diese Entwicklung weiterhin unterstützen, begleiten und somit eine kontinuierliche Professionalisierung auch der Freiwilligentätigkeit darstellen.

 

Vorsitzender GR Godwin Schuster: Ich danke. Die 1. Zusatzfrage wird von GR Ing Guggenbichler gestellt.

 

9.11.28

GR Ing Udo Guggenbichler (Klub der Wiener Freiheitlichen): Sehr geehrter Herr Bürgermeister! Werte Damen und Herren!

 

Vorerst darf ich mich bei der Grünen Fraktion bedanken, mir die Möglichkeit eingeräumt zu haben, die 1. Frage zu stellen, da sie anscheinend ihre Politik außerhalb der Öffentlichkeit stattfinden lässt.

 

Ich habe eine Frage zur Wiener Naturwacht. Das ist eine Organisation, die im Umweltbereich tätig ist, die nur aus freiwilligen Mitarbeitern besteht, und in diesem Jahr wurde mit rot-grüner Mehrheit die Förderung genau dieser Organisation um 50 Prozent gestrichen.

 

Haben Sie vor, diese Tätigkeit der Wiener Naturwacht mit anderen freiwillig tätigen Personen zu besetzen, oder wie wollen Sie diese Tätigkeiten kompensieren?

 

Vorsitzender GR Godwin Schuster: Bitte, Herr Bürgermeister.

 

Bgm Dr Michael Häupl: Herr Gemeinderat!

 

Ich kenne die Aktivitäten der Naturwacht sehr gut, insbesondere auch im Bereich der Donauinsel, nicht zuletzt auch deswegen, weil in der Zeit, als ich Ressortverantwortlicher im Umweltbereich war, diese Naturwacht durch diese Tätigkeit des auf die Natur Schauens, und hier insbesondere, was die Donauinsel betrifft als Natur aus zweiter Hand, auf die man genauso achten muss wie auf ursprüngliche Naturflächen, letztendlich durchaus auch einen positiven Einfluss darauf genommen hat.

 

Es geht also mit Sicherheit nicht darum, die Naturwacht aus ihrer bisherigen Tätigkeit zu vertreiben, im Gegenteil, ich halte es für sehr vernünftig, wenn diese Tätigkeiten auch entsprechend fortgesetzt werden. Wie Sie wissen, beschäftige ich mich allerdings nicht detailreich mit dem Subventionswesen, nur wenn es notwendig ist. Falls es sich als notwendig erweisen sollte in diesem Fall, werde ich das auch tun.

 

Vorsitzender GR Godwin Schuster: Die 2. Zusatzfrage wird von GR Kurz gestellt.

 

9.13.02

GR Sebastian Kurz (ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien): Sehr geehrter Herr Bürgermeister!

 

Die größte Gruppe der Freiwilligen sind die Unter-30-Jährigen, danach kommen die Pensionisten und danach alle anderen Altersgruppen. Insofern ist es, glaube ich, besonders wichtig gerade im Jahr der Freiwilligkeit, auch das Interesse immer neuer junger Menschen an freiwilliger Tätigkeit zu wecken. Das passiert unter anderem ganz besonders stark beim Zivildienst. Es gibt österreichweit 13 000 Zivildiener pro Jahr, davon sehr viele in Wien, und gerade die Blaulichtorganisationen gewinnen über den Zivildienst sehr viele Freiwillige, die hängen bleiben und sich nachher dort ehrenamtlich engagieren.

 

Sie treten für ein Berufsheer und somit für die Abschaffung des Bundesheeres und des Zivildienstes in der jetzigen Form ein. Wie glauben Sie, dass die Blaulichtorganisationen damit umgehen können, wenn dadurch sehr viele Freiwillige wegbrechen, die nicht über den Zivildienst Interesse gewinnen?

 

Vorsitzender GR Godwin Schuster: Bitte, Herr Bürgermeister.

 

Bgm Dr Michael Häupl: Also, sehr geehrter Herr Gemeinderat, ich habe schon etwas über für Polemik im Gemeinderat und habe in all der Zeit, die ich hier bin, auch reichlich Gebrauch gemacht davon, aber man sollte sich nicht so weitgehend abseits der Wahrheit bewegen, denn damit gerinnt die Polemik dann halt zu dem, was bei einem Schlagobers passiert, wenn man es zu warm aufschlägt, nämlich es ist eine saure Sauce.

 

Ich möchte Sie zunächst und ganz einfach einmal darauf hinweisen, dass ich selbstverständlich überhaupt

 

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