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Gemeinderat, 17. Sitzung vom 20.12.2021, Wörtliches Protokoll  -  Seite 56 von 137

 

15.04.15Ich schlage vor, die Berichterstattung und die Verhandlung über die Geschäftsstücke 93 und 94 der Tagesordnung, sie betreffen Einzel- und Gesamtförderungen im Bereich Stadtteilkultur und Interkulturalität im Jahr 2022, zusammenzuziehen, die Abstimmung jedoch getrennt durchzuführen. Wird dagegen ein Einwand erhoben? - Das ist nicht der Fall. Ich bitte die Berichterstatterin, Frau GRin Anderle, die Verhandlung einzuleiten.

 

15.04.42

Berichterstatterin GRin Patricia Anderle: Ich bitte um Zustimmung.

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Ich eröffne die Debatte. Zu Wort gemeldet ist Herr GR Weber. Ich erteile es ihm.

 

15.04.51

GR Thomas Weber (NEOS)|: Sehr geehrte Frau Vorsitzende! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Werte Frau Berichterstatterin! Frau Stadträtin!

 

Ich freue mich, dass wir heute die Möglichkeit haben, über das Thema Stadtteilkultur zu sprechen, einerseits über den Rahmenbetrag in der Höhe von 1,4 Millionen EUR, andererseits aber auch über den Sammelantrag zu den Ankerzentren in der Höhe von 1,10 Millionen EUR.

 

Das Thema Stadtteilkultur hat für mich, wenn wir auf das Thema Kulturpolitik blicken, generell eine ganz besondere Bedeutung, denn bei Stadtteilkultur geht es mir immer um wesentlich mehr als um Kultur. Da geht es auch um kulturelle Teilhabe. Stadtteilkultur ist immer inklusiv, Stadtteilkultur ist immer divers, und das sieht man ganz besonders, wenn man sich die einzelnen Teilprojekte ansieht, die aus dem Rahmenbetrag gefördert werden.

 

Stadtteilkultur bietet, ich habe es schon gesagt, kulturelle Teilhabemöglichkeiten, ganz besonders für Menschen erstens von allen Altersgruppen, zweitens aller sozialer und drittens aller kultureller Hintergründe. Sie ermöglicht einen niederschwelligen Zugang zu Kunst und Kultur quer durch die Stadt, im Idealfall bis an die Grenzen unserer Stadt. Und Stadtteilkultur soll vor allem auch eines machen, es soll Lust am Grätzl vermitteln, Interesse am eigenen Grätzl vermitteln. Im Idealfall stärkt Stadtteilkultur die Identifikation mit dem eigenen Grätzl, mit dem Bezirk, mit unserer Stadt.

 

Stadtteilkultur - und das finde ich auch besonders schön - vernetzt dabei PartnerInnen aus unterschiedlichen Bereichen, etwa Soziales, Bildungsinitiativen, Kultur, und schafft wichtige Orte des Dialogs und des Reflektierens. Bei Stadtteilkultur geht es immer auch um kulturelle Bildung, um eine niederschwellige Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur. Sie ist deshalb so unmittelbar wirksam, weil sie nah an den Menschen ist und im Idealfall auch die Menschen daran beteiligt.

 

Darum bin ich auch sehr überzeugt, dass wir mit einer starken und lebendigen Stadtteilkultur in Wien auch eines erreichen, nämlich einen starken Zusammenhalt unserer demokratischen Gesellschaft in unserer Stadt. Deshalb ist mir Stadtteilkultur, eine lebendige, starke Stadtteilkultur auch besonders wichtig.

 

Wir erleben das aber auch in anderen Themenbereichen als Kunst und Kultur. Kunst und Kultur sind immer ein Anstoß und ein Vorreiter für einen gesellschaftlichen Diskurs, für Auseinandersetzungen, im Idealfall auch Auseinandersetzungen mit Andersdenkenden. Dadurch entsteht ein wichtiger Austausch in unserer Gesellschaft, Verständnis, soziale Räume, die identitätsstiftend wirken, und all das ermöglicht Stadtteilkultur im eigenen Grätzl. Sie sehen, bei Stadtteilkultur geht es um viel mehr als nur um Kulturpolitik.

 

Beim Thema Stadtteilkultur sind wir auch sehr schnell beim Thema Ankerzentren. Das sind sehr konkrete, starke Keimzellen der Kultur, Kulturinkubatoren will ich sie nennen, niederschwellig, partizipativ, integrativ und interkulturell. Ich freue mich sehr, dass wir 2022 auch weitere Ankerzentren in dieser Stadt gründen werden.

 

Wenn ich zum Thema Ankerzentrum spreche, möchte ich auch sehr herzlich dem Team der Brunnenpassage gratulieren, denn die Brunnenpassage hat den europäischen Preis für Stadtteilkultur 2021 gewonnen. Die Brunnenpassage selbst ist seit 2007 so etwas wie eine Blaupause für die Ankerzentren, die es in Wien gibt, und strahlt weiter über die Grenzen von Ottakring hinaus. An der Stelle einen herzlichen Glückwunsch dem Team aus der Brunnenpassage für den europäischen Preis für Stadtteilkultur.

 

Ich möchte mich an der Stelle auch bei den Mitgliedern des Beirats für Stadtteilkultur und Interkulturalität für ihr Mittun bedanken, für die Empfehlungen, die Grundlage für die Förderprogramme für die MA 7 sind. Herzlichen Dank an dieser Stelle an die Mitglieder des Beirats für Stadtteilkultur und Interkulturalität.

 

Abschließend möchte ich jetzt auch noch die Möglichkeit nutzen, ein paar sehr persönliche Worte zu sprechen, nämlich einen Dank an Romana Rotschopf auszusprechen. Romana Rotschopf ist die stellvertretende Büroleiterin unserer Stadträtin. Romana ist hier wie immer ganz hinten, wenn wir über das Thema Kulturpolitik sprechen und debattieren. Man glaubt es nicht, wenn man mit Romana spricht, sie hat heute ihren letzten Gemeinderat, weil sie uns in Richtung Ruhestand verlassen wird. Romana, du warst im Kulturbereich die Brückenbauerin in die politischen Klubs, unter anderem auch für den Kulturausschuss verantwortlich. Liebe Romana, egal, ob ich Kultursprecher in der Opposition oder Kultursprecher in der Regierung war, mit dir zu arbeiten, war immer schön und von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Liebe Romana, du wirst dem Kulturbereich fehlen, aber eines ist ganz sicher, du wirst mir persönlich im politischen Tun in diesem Haus fehlen. Ich wünsche dir von ganzem Herzen alles Gute. Danke schön.

 

Bei Ihnen allen bedanke ich mich für Ihre Aufmerksamkeit. Danke schön.

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Dem Dank möchte ich mich auch anschließen und alles Gute für den neuen Unruhestand wünschen, liebe Romana.

 

Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr GR Baxant. Ich erteile es ihm.

 

15.10.49

GR Petr Baxant, BA (SPÖ)|: Sehr geehrter Herr Vorsitzender! Sehr geehrte Frau Stadträtin! Sehr geehrte Frau Berichterstatterin!

 

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