«  1  »

 

Gemeinderat, 30. Sitzung vom 24.11.2022, Wörtliches Protokoll  -  Seite 15 von 109

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Die 4. Zusatzfrage kommt von der FPÖ. Bitte, Frau GRin Matiasek.

 

10.00.10

GRin Veronika Matiasek (FPÖ): Herr Vizebürgermeister, ich möchte mich auch auf diese Warmschwimmtage oder die gestrichenen Zeiten beziehen. Bei mir geht’s nicht um die kleinen Kinder, sondern um viele vor allem ältere Menschen, die auf Grund von Mobilitätseinschränkungen oder auch Gelenksproblemen dieses warme Wasser als gut und angenehm empfunden haben und es auch wirklich brauchen, für die eine andere Form der Bewegung nicht möglich ist, weil sie durch den Auftrieb eine Entlastung ihrer Problemzonen empfinden. Die würden schwimmen gehen, nur denen ist das Wasser im Normalbetrieb tatsächlich zu kalt. Was können Sie diesen Personen anbieten und wird angedacht, durch neue Energieformen dann doch wieder wenigstens in einem gut erreichbaren Bad - die Großfeldsiedlung ist mit der U1 gut erreichbar - ein solches großes Warmwasserbecken, wo ein erwachsener Mensch seine Schwimmübungen vollziehen kann, einzurichten?

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Herr Stadtrat, bitte.

 

VBgm Christoph Wiederkehr, MA: Ich verstehe Ihre Frage und den Wunsch der Betroffenen, man muss da aber klar sagen, wir leben in einer energiepolitischen Krise mit einem massiv hohen Energiepreis, wo die Unsicherheit für die Gasversorgung auch in Zukunft stattfinden wird. Und auf Grund dieser Unsicherheiten und der Krise benötigt es ja Einsparungsmaßnahmen in allen Bereichen. Ja, um genau die Grundinfrastruktur auch aufrechtzuerhalten, müssen wir konsequent in allen Bereichen der Stadt, wo es möglich ist, Energie sparen. Und ein guter und wichtiger Baustein in diesem Energiesparen sind die Wiener Bäder. Da gibt es unterschiedlichste Maßnahmen. Und selbstverständlich, wenn wir aus der Energiekrise wieder herauskommen, kann man nachdenken, wieder einzelne Angebote einzuführen, die energieintensiv sind.

 

Aber es wird uns langfristig begleiten, denn wir müssen raus aus Gas, wir müssen unabhängig von fossilen Energieträgern werden, damit wir auch nicht von Putin erpressbar sind. Und dafür ist es notwendig, von fossilen Energieträgern wegzukommen. Wir wollen bis 2040 komplett auf erneuerbare Energien umsteigen. Das ist ein ambitionierter Plan, und bis dort hin wird es notwendig sein, in allen Bereichen in der Stadt auch weiter Energieeinsparungsmaßnahmen zu treffen.

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Vielen Dank, Herr Stadtrat. Damit ist die 3. Anfrage erledigt und beantwortet.10.01.26†Amtsf. StR KommR Peter Hanke - Frage|

 

Die 4. Anfrage (FSP-2283880-2022-KGR/GM) wurde von Herrn GR Dipl.-Ing. Margulies gestellt und ist an den Herrn Amtsführenden Stadtrat der Geschäftsgruppe für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Internationales und Wiener Stadtwerke gerichtet. In dieser Anfrage geht es um die Anteile beziehungsweise Eigentümerfragen beim Flughafen. (Laut Firmenbuch hält die Firma Airports Group Europe S.à.r.l. 39,8 Prozent der Anteile an der Flughafen Wien AG. Beinahe so viel wie die Wiener und niederösterreichische Landesholdinggesellschaften gemeinsam. Medienberichte der letzten Monate lassen berechtigte Zweifel an der lange kolportierten Version aufkommen, hinter dieser Firma stünde ein australischer Pensionsfonds. Sehr geehrter Herr Finanzstadtrat! Kennen Sie als Eigentümervertreter der Stadt Wien über den Mutterkonzern der Flughafen Wien AG die wahre Identität der Firma Airports Group Europe S.à.r.l. und deren Absichten mit dem Flughafen Wien?)

 

Guten Morgen, Herr Stadtrat, und bitte um Beantwortung.

 

Amtsf. StR KommR Peter Hanke: Sehr geehrter Herr Vorsitzender! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, einen wunderschönen guten Morgen!

 

Ich danke natürlich für die Anfrage und werde versuchen, die Wahrheit, die immer schwierig ist, ein Stück weit zu hinterfragen oder zu beantworten. Ich darf aber einmal so beginnen, und das ist für mich ja auch im Sinne der Wirtschaft essenziell, es handelt sich um ein Leitunternehmen im Osten Österreichs, das von besonderer Bedeutung ist, wie wir alle wissen, das in den Tagen des Wiederaufsperrens eine gute Figur gemacht hat und auf das wir alle, glaube ich, stolz sein können. Es hat im Vergleich zu vielen anderen Flughäfen in Europa gezeigt, dass der Flughafen Wien funktioniert hat. Im Sommer, wo es in Hamburg, Frankfurt, Zürich große Probleme gab, hat der Flughafen Wien mit all den Mitarbeitern bewiesen, dass man sich hier gut aufgestellt hat und dass man die Covid-Hardcore-Zeit gut überstanden hat, zweifelsohne ein Verdienst des Managements und der Mitarbeiter.

 

So gesehen darf ich Ihnen vielleicht, bevor ich zur Beantwortung komme, auch einige Zahlen dafür mitgeben. Immerhin konnten vom 1. bis zum 3. Quartal Umsatzerlöse von über 500 Millionen erwirtschaftet werden, also relativ hoch und schon relativ nahe an den Vorkrisenniveaus von 2019. Wir haben einen Personalaufwand von über 185 Millionen, ein EBIT, das bei 156 Millionen EUR liegt, und ein Periodenergebnis für die ersten 3 Quartale von 109 Millionen. Also ein gesundes Unternehmen. Das lässt sich auch an der Eigenkapitalquote ablesen, die erneut auch im Vergleich zu 2019 gestiegen ist. Wir liegen hier bei 65,7 Prozent, also eine sehr, sehr saubere Entwicklung. Die Investitionen haben sich in diesen ersten 3 Quartalen auf rund 38 Millionen belaufen, und direkt sind knapp 4.700 Mitarbeiter in Beschäftigung. Also ein Leitunternehmen mit Standortrelevanz, um es so zu umschreiben.

 

Wir haben alleine im Oktober schon wieder 2,4 Millionen Passagiere gehabt. Das bedeutet, dass im Vergleich zum Vorjahr rund 55,5 Prozent mehr Passagiere befördert wurden. Und da auch sehr interessant, dass der Anteil aus oder nach Westeuropa um 46 Prozent gestiegen ist, jener nach Osteuropa um 53 Prozent und nach Nordamerika, ein wichtiger Markt für uns, um 168 Prozent. Da hatten wir immer Sorge, dass das nach Covid und jetzt mit der Krise rund um die Ukraine einbrechen könnte. Es ist zum Glück das Gegenteil der Fall, wir haben hier einen starken Zuzug. Und das lässt auch erwarten, dass für das Gesamtjahr 2022 rund 23 Millionen Passagiere befördert werden. Also, eine sehr, sehr erfreuliche Anzahl.

 

Aber jetzt komme ich natürlich zur Beantwortung und der Frage, wie das denn ausschaut. Und da vielleicht auch

 

«  1  »

Verantwortlich für diese Seite:
Stadt Wien | Geschäftsstelle Landtag, Gemeinderat, Landesregierung und Stadtsenat (Magistratsdirektion)
Kontaktformular