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Gemeinderat, 6. Sitzung vom 22.10.2025, Wörtliches Protokoll  -  Seite 104 von 114

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Als Nächste ist GRin Rompolt zu Wort gemeldet. - Bitte.

 

20.03.15

GRin Ing. Astrid Rompolt, MA (SPÖ)|: Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrter Herr Berichterstatter! Ich darf jetzt tatsächlich zum Poststück sprechen. Es geht um eine Flächenwidmung. Es geht um leistbares Wohnen. Ich denke, es ist gerade in diesen schweren Zeiten, in denen viele Menschen mit dem Geld zu kämpfen haben und viele Menschen Probleme damit haben, ihre Miete zu zahlen, eine gute Nachricht, dass wir in dieser Stadt auch weiterhin für leistbares Wohnen sorgen. Das passiert mit diesem Akt. (Beifall bei der SPÖ und Zwischenruf.)

 

Die Dresdner Straße ist absolut zentral gelegen. Sie ist ein guter Ort. Man ist in zehn Minuten im Zentrum. Man ist in zehn Minuten an der Donaupromenade. Man ist mitten in verschiedenen Erholungsgebieten. Gleich daneben ist die Freie Mitte, der größte Park, der in den letzten, ich glaube, 40 Jahren gebaut wurde. Genauso nah, also nur ein paar Meter weiter, ist der Augarten. Ebenfalls sehr gut erreichbar sind der grüne Prater und andere Grünareale. Es ist also wirklich in Grün eingebettet.

 

Die Anbindung ist sehr gut. Mit der Linie 2 ist man auch sofort in der Stadt. Die Linie 12 fährt seit Anfang September und verbindet immerhin drei U-Bahn-Linien. Das Wohnen ist dort also wirklich gut, vor allem für junge Menschen, denke ich. Wie gesagt ist das für Menschen, die leistbaren Wohnraum suchen, ein guter Ort, denn dort werden 200 Wohnungen entstehen, zwei Drittel davon im geförderten Wohnbau.

 

Das neue Grätzel schließt außerdem an den ehemaligen Nordwestbahnhof an, auch ein Stadtentwicklungsgebiet und genauso wie der Nordbahnhof eigentlich ein Hoffnungsgebiet. Dort wird noch sehr viel Wohnbau entstehen. Umso wichtiger ist es, dass diese gute Anbindung und dieser niederschwellige Zugang künftig geregelt sind, denn diese zwei großen Industriebrachen, diese großen ehemaligen Bahnhöfe, haben das Durchqueren des Bezirks in der Vergangenheit eigentlich nicht sehr attraktiv gestaltet. Da sind wir im Bezirk sehr froh, dass wir durch diesen sukzessiven Ausbau mit sehr viel attraktivem Wohnen und sehr großen Grünflächen - denn auch im ehemaligen Nordwestbahnhofviertel werden sehr schöne Grünflächen entstehen - eine derartige Attraktivierung erfahren.

 

Ganz interessant ist in dem Zusammenhang ein besonderes Detail. Am Rand dieser Fläche befindet sich etwas sehr Spezielles, nämlich die historische Leichenhalle, ein Gebäude, das im beginnenden 20. Jahrhundert sozusagen einer der ersten Schritte einer kommunalen Daseinsvorsorge war. Selbstverständlich ist sie schon lang nicht mehr in Betrieb. Diese historische Leichenhalle steht aber unter Denkmalschutz und wird jetzt erstmals als Schutzzone ausgewiesen. Auch dafür ist diese Flächenwidmung ein sehr wichtiger Schritt.

 

Alle Wohngebäude werden selbstverständlich mit Flachdächern und einer Dachbegrünung versehen. Auch da sind wir auch inzwischen schon viel weiter. Es wird eine intensive Dachbegrünung geben, also keine extensive, bei der nur eine sehr geringe Humusschicht aufgebracht wird, sondern eine intensive. Die Dächer, die begehbar sind, sind dann auch tatsächlich Erholungszonen für die Bewohnerinnen und Bewohner. Insofern ist auch das sehr gut für die Lebensqualität und die Wohnqualität.

 

Warum entsteht nun genau an dieser Stelle eigentlich Wohnraum? - Eine gute Frage. Vielleicht kann man sie so beantworten: Der nördlichste Teil an der Ecke Innstraße und Dresdner Straße ist ein Wohngebäude, das im Jahr 2018 gewidmet wurde. 2018 war dort also noch kein Wohngebäude, sondern die grüne Stadträtin damals hat die Widmung vorangetrieben und dort ein Wohngebäude ermöglicht.

 

Auch am südlichen Ende der Fläche wird es Wohngebäude geben beziehungsweise gibt es Wohngebäude. Diese wurden 2020 gewidmet, ebenfalls unter grünen StadträtInnen. Da war es eigentlich naheliegend, dass man diese gesamte Fläche anpasst. Denn wer will schon gern auf einen Mistplatz herunterschauen? - Das gibt es in anderen Gebieten in Wien. Wir wissen, dass es da große Probleme und Proteste von den Anrainerinnen und Anrainern gibt.

 

Wir können uns heute also bei den Vorgängerinnen von Ulli Sima bedanken, dass sie schon in der Vergangenheit die Grundlage für die heutige Widmung gelegt haben. In dem Sinne ersuche ich: Nehmen Sie Ihre Verantwortung wahr und stimmen Sie dem Akt zu, damit wir auch weiterhin leistbares Wohnen in Wien haben! - Danke. (Beifall bei der SPÖ.)

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Als nächste Rednerin ist GRin Arapović zu Wort gemeldet. - Bitte.

 

20.08.18

GRin Dipl.-Ing. Selma Arapović (NEOS)|: Frau Vorsitzende, werte Kolleginnen und Kollegen, werte Wienerinnen und Wiener!

 

Ich werde mich wirklich ganz kurzhalten. Zur Flächenwidmung hat schon Kollegin Rompolt gesprochen. Es geht mir darum, dass ich ein bisschen darauf repliziere, was Frau Kollegin Sequenz in Bezug auf die Historie beziehungsweise auf den Werdegang dieser Fläche, die wir heute abstimmen, gesagt hat. (Zwischenruf.) - Ich schicke es Ihnen gern zu, Frau Sequenz.

 

Es gibt von den damaligen grünen StadträtInnen aus den Jahren 2014 und 2017 auch für die Stadtentwicklungskommission entwickelte Leitbilder, die gerade auf dieser Fläche, wo jetzt der alte Mistplatz gewesen ist, auch eine Wohnbaubebauung vorsehen. Auf Grund dieser Leitbilder hat sich das dann weiterentwickelt. Dann ist auf Grund dieser Leitbilder auch dieser Flächenwidmungsplan entstanden, der heute zur Abstimmung vorgelegt wird. Das einmal zur Historie dieser Fläche und zu diesem Flächenwidmungsplan.

 

Das heißt, die ganze Idee kommt eigentlich aus der Feder der grünen Stadträtinnen und Stadträte. Ich war lang genug Bezirksrätin im 2. Bezirk. Ich kenne die ganze Debatte. Ich kenne das auch. Ich war auch eine Verfechterin davon, dass der alte Mistplatz wiedereröffnet wird. Das hat nicht funktioniert. Die MA 48, so muss man es sagen, sieht keine technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten, das zu machen. Darüber hinaus, das

 

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