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Gemeinderat, 6. Sitzung vom 22.10.2025, Wörtliches Protokoll  -  Seite 109 von 114

 

sind 85 Tonnen. Es sind also über 400 Tonnen an eingespartem CO2. Dieses Projekt madig zu machen, kann ich nicht verstehen. Wie gesagt, es finanziert sich selber.

 

Die Wiener Bäder sind ein Ort der Erholung für die Wiener und Wienerinnen, speziell das Döblinger Bad, aber natürlich darüber hinaus. Ich weiß, so wie viele Wiener und Wienerinnen das Krapfenwaldlbad besuchen, besuchen sie auch das Döblinger Bad, weil beide eine sehr schöne Lage haben. Es ist ein Ort der Gesundheit und des Miteinanders, den wir Schritt für Schritt klimafit machen.

 

Als Döblinger bin ich stolz, dass dort als zweites Bad nach Floridsdorf dieser Schritt gemacht wurde. Für dieses Projekt in Döbling auch ein herzliches Dankeschön an den Herrn Stadtrat. Denn es macht mir wirklich Freude und macht mich stolz, dass wir das in Döbling auch machen dürfen.

 

Es wird ein Badeerlebnis für die WienerInnen. Es wird noch besser, es wird noch schöner, weil natürlich auch der Außenbereich, das Familienbecken, aber auch die Rutschen und alles Weitere gemacht wird. Da sind ja noch extra Dinge, die wir bereits in anderen Gemeinderatssitzungen beschlossen haben. Dafür ein herzliches Dankeschön.

 

Ich kann nur sagen, diesem Projekt muss man zustimmen. Es war ja auch im Gemeinderatsausschuss einstimmig. Das muss man auch noch einmal sagen. Das muss man hier deponieren. Man muss aber halt immer irgendein Haar in der Suppe finden oder irgendetwas schlechtreden, weil man sich dann am Ende des Tages anscheinend doch besser fühlt. - Danke. (Beifall bei der SPÖ.)

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen. Die Berichterstatterin verzichtet auf das Schlusswort.

 

20.38.18Daher kommen wir zur Abstimmung über die Postnummer 8. Wer dieser Postnummer zustimmen kann, den ersuche ich um ein Zeichen mit der Hand. - Ich stelle die Einstimmigkeit fest.

 

Zu dieser Post liegt ein Antrag der FPÖ zur Sanierung des Döblinger Bads vor. Wer diesem Antrag zustimmen kann, den ersuche ich um ein Zeichen mit der Hand. - Ich sehe die Zustimmung der ÖVP und der FPÖ, womit dieser Antrag in der Minderheit bleibt und abgelehnt ist.

 

20.38.48Es gelangt nunmehr die Postnummer 10 der Tagesordnung zur Verhandlung. Sie betrifft den Strategiebeschluss "Zirkuläres Wien: Eine runde Sache - Der Wiener Weg der Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft". Ich ersuche den Berichterstatter, Herrn GR Spitzer, die Verhandlungen einzuleiten.

 

20.39.06

Berichterstatter GR Mag. Gerhard Spitzer: Ich ersuche um Zustimmung.

 

Vorsitzende GRin Dr. Jennifer Kickert: Ich eröffne die Debatte. Zu Wort gemeldet ist GRin Olischar. - Bitte.

 

20.39.24

GRin Dipl.-Ing. Elisabeth Olischar, BSc (ÖVP)|: Frau Vorsitzende, sehr geehrter Herr Berichterstatter, werter Herr Stadtrat, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

 

Der Tag hat ja schon mit dem Umweltressort begonnen. Jetzt enden wir de facto - ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft - wieder mit dem Umweltressort. (Beifall bei der ÖVP. - Heiterkeit bei der Rednerin.) Der Anfangsgag. Danke vielmals. Ich hatte heute viel Zeit, mir diesen ersten Satz zu überlegen. Ich komme zum Thema.

 

Ich bin seit 2015 hier im Gemeinderat tätig. Ich glaube, einer meiner ersten Anträge, die sich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben, war 2016 einer, der das Thema Urban Mining mit folgendem Gedanken adressiert hat:

 

Damals war das Thema in der Wirtschaft schon durchaus präsent. Ich habe mir gedacht, das wäre doch auch etwas, wo sich die Stadt Wien einbringen und quasi auch eigene Aktivitäten setzen kann. Damals war das noch sehr stark auf den Baubereich fokussiert, weil die Stadt ja doch auch in unterschiedlichen Bauprojekten selber auftritt. Die Grundidee dahinter war, schon frühzeitig in der Planung die Ressourcen mitzudenken und auch zu katalogisieren, welche Ressourcen verwendet wurden et cetera, et cetera.

 

Damals hat das nicht viel Anklang gefunden und wurde eher von der Tagesordnung weggewischt. Manche Themen brauchen aber ein bisschen Zeit. Heute beschließen wir die Kreislaufwirtschaft-Strategie.

 

Ich möchte zu später Stunde vier Gedanken mit Ihnen dazu teilen, was mich bei dieser Strategie beschäftigt hat. Sie können es sich bei der Geschichte meines Antrages, die ich gerade gebracht habe, denken: Das Thema ist etwas, was mich interessiert und ich auch als wichtig empfinde. Ich glaube auch, dass die Stadt Wien einen großen Hebel hätte, da selber wirksam zu sein. Gleichzeitig - ich habe das im Ausschuss auch schon begründet beziehungsweise angekündigt - können wir der heutigen Strategie nicht zustimmen. Das hat mehrere Gründe.

 

Jetzt eben zu diesen vier Gedanken. Ich glaube der wesentlichste Grund dahinter ist, dass die Strategie, so wie sie vorliegt, de facto nicht unmittelbar eigene Ziele mitbringt. Es gibt relativ zu Beginn der Strategie auf Seite 24 eine Auflistung der zentralen Ziele dieser Kreislaufstrategie. Von diesen eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben Zielen sind alle sieben Ziele auch schon in anderen Strategien verankert.

 

Ich habe deshalb auch im Ausschuss die Frage gestellt: Wieso brauchen wir zusätzlich ein Konvolut von mehr als 100 Seiten, wenn es die Ziele, die hier adressiert werden, bereits in anderen Strategien gibt? - Das ist schon ein Punkt, den ich kritisieren möchte, in welche Richtung diese Ziele eigentlich konkret gehen sollen.

 

Was die konkrete Zielsetzung betrifft - das ist der zweite Gedanke und auch ein Thema, das ich in Strategien öfters vermisse -, möchte ich kurz die Messbarkeit von verschiedenen Zielen adressieren. Es wird in der Einleitung von den zu vermeidenden Treibhausgasen gesprochen. Was mich daran interessiert hat, war, dass in der Einleitung steht - Zitat: "Bereits 2022 hat sich die Stadt Wien zum Ziel gesetzt, den Material-Fußabdruck pro Kopf bis 2050 um 50 Prozent zu senken." - 2019 lag

 

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