Gemeinderat, 7. Sitzung vom 18.11.2025, Wörtliches Protokoll - Seite 42 von 108
RAGE ableiten. Meine Damen und Herren, ich erinnere daran, dass eine bekannte Transfrau von COURAGE beraten wurde, nämlich Frau Waltraud. Frau Waltraud ist eigentlich das Kind, das schreit: Der König ist nackt. Frau Waltraud zeigt uns allen im Konkreten auf, wie absurd dieses System ist, meine Damen und Herren.
Frau Waltraud ist kein Betrug. Frau Waltraud ist kein Sonderfall. Frau Waltraud hatte nichts mit diesem Thema zu tun. Frau Waltraud hat das durchgespielt, was rechtlich möglich ist. Frau Waltraud zeigt, dass es ausreichend ist zu sagen: Ich bin eine Frau, also bin ich eine Frau. Sie wird das rechtlich durchsetzen. (GR Thomas Weber: Das stimmt nicht!) - Na, selbstverständlich stimmt das. Wenn ich sage, dass ich eine Frau bin, dann bin ich eine Frau. Jeder von uns denkt: Ihr Erscheinungsbild ist unterschiedlich. Das mag ja sein. Wenn sie aber sagt, sie ist eine Frau und rechtlich die Transition gemacht hat, dann ist sie eine Frau. Genau das zeigt uns der Fall Waltraud, meine Damen und Herren. Diese Frau Waltraud wurde von COURAGE beraten. (Beifall bei der ÖVP.)
Ich wende mich jetzt dem zweiten Teil von COURAGE zu. Neben dem Aktivismus machen sie dort ja auch Beratung, unter anderem Elternberatung. Diese Elternberatung soll ja jetzt auch ausgebaut werden. Ich glaube, ich habe es schon einmal erwähnt: Es haben sich Eltern an uns gewandt und erzählt, was bei dieser Elternberatung passiert. Ich habe Ihnen jetzt auch Bilder mitgebracht, damit Sie sehen, was in der Elternberatung, wo Eltern von Trans-Jugendlichen sitzen, so gesagt wird.
Ich zitiere (ein Schriftstück in die Höhe halten): "Argumente für eine Pubertätsunterdrückung: Jugendliche sind entlastet. Irreversible körperliche Veränderungen finden nicht statt. Die Behandlung ist jederzeit reversibel." - Das sind Fake News. Das ist falsch. Es ist falsch, was dort gesagt wird. "Argumente für einen früheren Beginn der gegengeschlechtlichen Hormonbehandlung: Das Selbstvertrauen wird gestärkt. Die Aufnahme von romantischen Beziehungen wird erleichtert."
Frau Kollegin Kickert, geschätzte Damen und Herren von der SPÖ und von den NEOS, die Sie das heute beschließen werden: Wo steht drinnen, dass es gesundheitliche Risiken gibt? Wo wird erwähnt, dass Hormonbehandlungen und die Gabe von Pubertätsblockern irreversible Folgen haben? Wo wird darüber aufgeklärt?
Dann dachte ich mir, vielleicht auf der Website. Dann habe ich mir die Website durchgelesen. Ich habe mir alles über Hormonbehandlungen und Pubertätsblocker durchgelesen. In keinem einzigen Absatz steht, dass es Gefahren gibt. Es steht nirgendwo, dass es irreversibel ist. Es steht nirgendwo, dass das zur Fortpflanzungsunfähigkeit führen kann. Das ist gefährlich.
Es ist gefährlich, wenn Sie junge Menschen in eine Beratung schicken und diese Beratung öffentlich bezahlen, wo sie nicht fair beraten werden, wo sie nicht objektiv beraten werden und wo ihnen niemand sagt: Wenn du Pubertätsblocker nimmst, dann kann das irreversible Folgen haben. Wenn du eine Hormontherapie machst, dann wird das irreversible Folgen haben. Was tun Sie den jungen Menschen an, wenn Sie nur diese Art von Beratung zulassen? Das hat nichts mit Verantwortung zu tun, meine Damen und Herren. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Ich habe mir diese Website noch weiter angesehen. Es ist sehr interessant, was ich alles gelernt habe. Ich habe gelernt, zu welchen Ärzten ich gehen sollte. Ich habe gelernt, zu welchen Psychotherapeuten ich gehen sollte, die LGBTIQ-affin sind. Ich habe diverse Links zu Vereinen gefunden, wo man lernt, wie das Brustabbinden funktioniert, wo man lernt, wie der Weg in die Hormontherapie ist, wo man lernt, wie der Weg zu Pubertätsblockern ist - wunderbar aufgearbeitet. An keiner Stelle wird auf Gefahren hingewiesen. Das, meine Damen und Herren, sind Informationen, die sich junge Menschen aus dem Web von einem öffentlich geförderten Verein holen.
Ich habe über Verantwortung geredet, meine Damen und Herren. Ich sage Ihnen, was zu tun ist, damit wir unsere Verantwortung als Politik, aber genauso als erwachsene Menschen wahrnehmen.
Erstens: Nehmen Sie die Evidenz wahr! Es gibt inzwischen Studien, die zeigen, dass der Weg der Transition bei Kindern und Jugendlichen nicht richtig ist. Er geht auf das sogenannte Dutch-Protokoll aus den 1990ern zurück. Das ist widerlegt. Es ist widerlegt. Es gibt meines Wissens momentan keine Evidenz, die zeigt, dass das psychische Wohlbefinden durch die Transition langfristig besser wird. Die gibt es nicht. Es gibt immer mehr Detransitioner. Es gibt diese neue Studie, die zeigt, dass es den Menschen zwei Jahre nach der Transition schlechter geht. Das ist Evidenz, die Sie nicht einfach vom Tisch wischen können. Nehmen Sie also erstens Evidenz wahr.
Zweitens: Hören Sie sich auch kritische Experten an! Sie melden sich zu Wort. Hören Sie sich Biologen an, Evolutionsbiologen! Ich kann Ihnen gern den Kontakt vermitteln. Hören Sie sich Ärzte an! Hören Sie sich TherapeutInnen an! Hören Sie sich PsychologInnen an! Hören Sie sich Detransitioner an! Hören Sie sich Eltern an, die von einem Leidensweg erzählen! Hören Sie sich das an, und bieten wir dann gemeinsam als Stadt auch alternative Beratungsformen an.
Denn alles, was es jetzt gibt, ist die Beratung, die durch Aktivisten passiert. Es ist falsch. Wenn ich falsch sage, dann meine ich nicht politisch falsch, wie wenn ich über Integrationsmaßnahmen oder über andere Dinge rede, die weniger konkreten Niederschlag haben. Das, was hier falsch passiert, hat eine Auswirkung auf die körperliche Integrität von jungen Menschen. Das ist eine ernste Sache.
Es ist Teil unserer und vor allem Ihrer Verantwortung. Denn Sie beschließen das. Sie tragen das mit. Sie fördern das seit Jahren. Es ist Teil Ihrer Verantwortung, dafür zu sorgen, dass hier nicht leichtfertig mit der körperlichen Gesundheit junger Menschen umgegangen wird. Diese Verantwortung müssen Sie wahrnehmen. (Beifall bei ÖVP und FPÖ.)
Hören Sie auf, diese Lobby zu finanzieren! Bauen wir eine zweite Möglichkeit auf, damit junge Menschen nicht affirmativ beraten werden. Hören Sie sich die Experten
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