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Gemeinderat, 7. Sitzung vom 18.11.2025, Wörtliches Protokoll  -  Seite 62 von 108

 

es kommt ein 700-Meter-Radweg. Der ist schön und nett, aber die Menschen auf der Landstraßer Hauptstraße brauchen die Veränderung vor allem dort, wo die meisten Leute unterwegs sind - zwischen den Stationen Wien Mitte und dem Rochusmarkt -, dort, wo am meisten Menschen die Einkaufsstraße nutzen - das ist in diesem Bereich von der "Galleria". Auch die meisten Gewerbetreibenden hätten dort was davon.

 

Und so, wie das hier abläuft, ist das wirklich eine Täuschung der Menschen. Ich glaube, die werden dann auch enttäuscht sein, wenn da nächstes Jahr die Baustelle kommt und von Wien Mitte bis zum Rochusmarkt immer noch nichts passiert ist. Da denkt man sich: Wieso? Die haben doch letztes Jahr gesagt, das kommt! Warum ist das noch nicht da?

 

Ich empfehle Ihnen - und wir fordern das im Sinne der Menschen, die dort wohnen, im Sinne der Menschen, die an dem Beteiligungsprozess mitgemacht haben, auch ein: Holen Sie das nach, was Sie vor der Wahl ... Vielleicht ist es sich aus Zeitgründen nicht ausgegangen, Ich weiß es nicht. Holen Sie das nach! Machen Sie einen Plan für die ganze Landstraßer Hauptstraße! Wenn es nach uns geht, machen wir auch gleich einen Zeitplan und eine Finanzierung. Und machen wir die ganze Landstraßer Hauptstraße klimafreundlich, lebenswert, sicher zu Fuß, sicher mit dem Rad und vor allem - Kollege Arsenovic hat es schon gesagt - so, dass es der Einkaufsstraße etwas bringt!

 

Wir wissen, der lokale Handel steht unter Druck, die Umsätze fließen ab in den Onlinehandel. Wir müssen etwas tun, um unsere Einkaufsstraßen zu sichern. Dort draußen gibt es auch Geschäfte, aber die meisten sind dort, wo jetzt nichts passiert. Das müssen wir dringend nachholen. - Danke. (Beifall bei den GRÜNEN.)

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Zu Wort ist niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen. Die Frau Berichterstatterin verzichtet auf das Schlusswort.

 

15.31.01Wer der Post 12 zustimmt, den bitte ich um ein Zeichen mit der Hand. - Die Zustimmung erfolgt bei SPÖ, NEOS und den GRÜNEN gegen FPÖ und ÖVP, mehrstimmig angenommen.

 

Es liegt ein Antrag vor, und zwar einer der GRÜNEN: Umgestaltung der Landstraßer Hauptstraße über die ganze Länge. Wer dem beitritt, den bitte ich um ein Zeichen. - Die Zustimmung ist bei den Antragstellern allein, bei den GRÜNEN, und das ist nicht die erforderliche Mehrheit und daher abgelehnt.

 

15.32.00Bevor ich zum nächsten Tagesordnungspunkt komme, möchte ich eine Korrektur des Abstimmungsergebnisses bei Postnummer 20 vornehmen. Hier hat mir die ÖVP mitgeteilt, dass sie doch mitstimmt. Ist das so? - Ja. Also, das heißt die Postnummer 20 - und das, bitte ich, auch im Protokoll dann so anzupassen - ist mit den Stimmen der SPÖ, der NEOS, der GRÜNEN und der ÖVP gegen die Stimmen der FPÖ mehrstimmig angenommen.

 

15.32.22 Es gelangt nunmehr Postnummer 13 der Tagesordnung zur Verhandlung. Sie betrifft eine Sachkreditgenehmigung für Straßenbauarbeiten und Nebenarbeiten für das Stadterweiterungsgebiet 21.20.02 in Wien 21, Donaufeld Südost - Quartier an der Schanze. Ich bitte die Berichterstatterin, Frau GRin Sucher, die Verhandlungen einzuleiten.

 

15.32.43

Berichterstatterin GRin Cornelia Sucher, BA: Ich ersuche um Zustimmung.

 

Vorsitzender GR Mag. Thomas Reindl: Ich eröffne die Debatte. Zu Wort gemeldet ist Frau GRin Sequenz.

 

15.32.49

GRin Mag. Heidemarie Sequenz (GRÜNE)|: Liebe Kollegen und Kolleginnen, sehr geehrte ZuseherInnen via Livestream!

 

Sie haben es schon gehört, es geht bei diesem Geschäftsstück um die Errichtung von Erschließungsstraßen im östlichen Donaufeld. Dort wird ja schon gebaut. Wir werden dem auch zustimmen, vor allem auch deswegen, weil wirklich auf die Bedenken von AnrainerInnern sehr, sehr vernünftig reagiert wurde.

 

Ich möchte aber die Gelegenheit heute nützen, am Beispiel vom Donaufeld zu zeigen, wie langfristig solche Planungsprozesse sind, welche unerwarteten Entwicklungen eintreten können, dass eigentlich Stadtplanung darauf reagieren sollte. Ich möchte auch die Gelegenheit nutzen, einige Fehlentwicklungen aufzuzeigen, die vor allem dort beim Donaufeld aufgetreten sind.

 

Kurz zur Historie: Die ersten Überlegungen zur Verbauung des Donaufelds gab es schon in den Neunzigerjahren unter StR Swoboda. Sie kennen vielleicht alle die autofreie Siedlung an der Donaufelder Straße, also das ist am nördlichen Rand vom Donaufeld. 2005 wurde es dann zum Zielgebiet, fünf Jahre später wurde ein Leitbild entwickelt, und 2017 war dann endgültig die Widmung. Damals waren die GRÜNEN schon in der Regierung. Ich möchte wirklich hier betonen, dass es den GRÜNEN zu verdanken war, dass dort ein riesiger Grünzug gewidmet wurde - 16 Hektar -, weil schon damals klar war, dass Erderhitzung - und vor allem die Erhitzung der Städte - ein massives Problem sein wird.

 

ich möchte Ihnen kurz ein sehr persönliches Erlebnis schildern, das mir wirklich im Donaufeld passiert ist. Ich bin mit dem Rad in einer sehr heißen Sommernacht die Donaufelder Straße entlang geradelt. Es hat gekocht, ja. Dann bin ich in Richtung Donau hinunter gefahren, am Donaufeld entlang - und mich hat gefroren. Und das zeigt wirklich, wie wichtig der Erhalt solcher unversiegelter Flächen im Stadtgebiet ist.

 

2020 hat sich dann ein neues Phänomen gezeigt, nämlich Im Zuge der Corona-Pandemie hat sich herausgestellt, wie wichtig Ernährungssouveränität ist. Und wenn Sie die Schlangen von Menschen gesehen hätten, die damals bei der Biolandwirtschaft angestanden sind, um sich dort zu versorgen, dann hätten Sie ... Also das war eigentlich der beste Beweis dafür, wie wichtig diese lokale Landwirtschaft dort gewesen ist.

 

Und das ist auch mein Plädoyer jetzt. Das östliche Donaufeld ist gewidmet. Ich sage auch nicht, dass gar nichts im westlichen Donaufeld jemals gebaut werden darf. Das kann ruhig an der Achse entlang der Donaufelder Straße entstehen. Aber worum es mir geht, ist, dass diese Biolandwirtschaft dort erhalten wird. Das ist nicht irgendeine Biolandwirtschaft. Und da unterscheidet es

 

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