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Landtag, 37. Sitzung vom 21.11.2024, Wörtliches Protokoll  -  Seite 13 von 62

 

müssen akzeptieren, dass es Rahmenbedingungen geben muss, die vielleicht ein Stück weit angepasst sein sollten.

 

Und ja, ich glaube, das gesprochene Wort auch im Haus hier in der Stadt, mit allen Magistratsdienststellen ist ein wichtiges und gutes. Ich setze mich sehr gerne dafür ein, weil ich glaube, wir dürfen von dieser Veranstaltungslandkarte in Europa nicht verschwinden. Wir brauchen die internationalen und nationalen Veranstalter, die ihr Geschäft machen wollen und können. Es kommen einfach sehr, sehr viele Touristen nach Wien. Wir haben das bei den ganz großen Konzerten schon mehrfach besprochen, was das für Mehreinnahmen im Wirtschaftsbereich für eine Stadt bedeutet. Die Zeiten sind eben sehr komplex. Deshalb sollte man auch schauen, dass man möglichst viele Veranstaltungen in einem guten Rahmen umsetzt. Ich werde sicher auch dieses Gespräch sehr, sehr gerne führen und versuchen, dass wir eine gute Ausgangslage für die nächsten Jahre finden, weil wir wissen, die Planungshorizonte sind längere. Deshalb gilt es, schon sehr schnell auch klar zu machen, wie wir uns positionieren wollen.

 

10.07.14†Amtsf. StR Peter Hacker - Frage| Präsident Ernst Woller: Danke. Wir kommen zur 5. Anfrage (FSP-1264973-2024-KFP/LM). Die 5. Anfrage wurde von Herrn Abg. Seidl gestellt und ist an den Herrn Amtsführenden Stadtrat der Geschäftsgruppe für Soziales, Gesundheit und Sport gerichtet. [Als Sie Mitglied der Landesregierung wurden (Mai 2018), haben Sie in Ihrer Antrittsrede davon gesprochen, dass die Umwandlung des KAV (heute WIGEV) in eine Anstalt „öffentlichen Rechts“ ein prioritäres Ziel sei, das alsbald umgesetzt werden muss. Nun, mehr als viereinhalb Jahre später, wurde zwar der Name im Jahr 2020 von KAV in Wiener Gesundheitsverbund geändert, sonst ist aber recht wenig bis gar nichts passiert. Die Unternehmung hat noch immer weder Personal- noch Finanzhoheit und wird weiterhin von unfähigen, hoch dotierten Managern geleitet. Und das in einer Unternehmung, die 30 000 Mitarbeiter beschäftigt. Sich bis heute auf Corona auszureden, warum noch immer kein Gesetzesentwurf vorliegt, ist nicht nur absurd, sondern auch nicht gerechtfertigt, weil zwischen Mai 2018 und Jänner 2023 genügend Zeit war, um dies vorzubereiten und auch zu finalisieren. Wie ist der aktuelle Stand für die Umwandlung des WIGEV in eine Anstalt „öffentlichen Rechts“?] Ich ersuche Herrn Landesrat um die Beantwortung.

 

Amtsf. StR Peter Hacker: Schönen guten Morgen!

 

Herr Abgeordneter, zu Ihrer Frage - ich muss mir nur den Zettel aufmachen - möchte ich einleitend betonen, dass der Wiener Gesundheitsverbund in den letzten Jahren doch umfassende Veränderungen und Entwicklungen durchlaufen hat. Viele davon sind Ihnen auch bekannt. Sie sind ja ein sehr aktives Mitglied bei uns im Ausschuss. Da weiß ich, dass ich Ihnen in vielen Punkten, die ich Ihnen jetzt erzählen werde, nichts Neues erzähle werde. Aber wenn Sie mir die Frage stellen, dann muss ich sie natürlich auch so beantworten.

 

Also. Der Wiener Gesundheitsverbund hat in den letzten Jahren viele umfassende Veränderungen und Entwicklungen durchlaufen, die natürlich auch darauf abzielen und abgezielt haben, Struktur und Leistungsfähigkeit der Gesundheitsversorgung in Wien nachhaltig nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern auch zu verbessern. Ein zentrales Projekt war dabei die Optimierung der Führungs- und Organisationsstrukturen innerhalb des Wiener Gesundheitsverbundes. Dazu gehörten die Neugestaltung der inneren Struktur der Generaldirektion, die Entwicklung eines Governance-Modells und die Erarbeitung eines neuen Führungsmodells für das regionale Management in den Spitälern und Pflegewohnhäusern.

 

Des Weiteren wurden integrierte Managementsysteme und Risikomanagement-Compliance-Strukturen erfolgreich implementiert. Darüber haben wir auch einmal sehr ausführlich im Ausschuss berichtet. Das Rechnungswesen und Controlling wurden neu strukturiert und neu entwickelt, um die finanziellen Abläufe transparenter und effizienter zu gestalten.

 

Darüber hinaus ist auch eine neue Stabsstelle für Ausbildung, Personalentwicklung eingerichtet worden, um die Fachkräfte und die zukünftigen Führungskräfte von morgen gezielt zu fördern. Darüber hat es auch einen eigenen Termin gegeben mit der Generaldirektorin, wo sie über die ganzen Personalmaßnahmen, über Personalentwicklung sehr, sehr ausführlich berichtet hat.

 

Wie Sie ja, wie ich weiß, im Detail wissen, ist im Rahmen der Weiterentwicklung des Gesundheitsverbundes ein medizinischer Masterplan erstellt worden. Der ist die Grundlage für das Rahmenbauprogramm. Dieses Programm haben wir hier, nicht im Landtag, aber im Wiener Gemeinderat, einstimmig beschlossen.

 

Mit dieser Erarbeitung, über die wir auch im Ausschuss eigene Termine gehabt haben, wo wir im Detail mit dem Management des Wiener Gesundheitsverbundes über die Überlegungen und Hintergründe mehrere Stunden lang diskutiert haben, ist die Weiterentwicklung für die organisatorische Struktur und die Weiterentwicklung der baulichen Investitionen festgelegt worden.

 

Entlang der Empfehlungen des Rechnungshofes - auch das haben wir schon mehrfach diskutiert hier im Haus und im Wiener Gemeinderat - wurde auch eine Bauherrenorganisation etabliert, um die Abwicklung des Bauprogrammes bis 2040 zu ermöglichen. Alleine im vergangenen Jahr wurden bereits mehrere Bauprojekte realisiert, wie zum Beispiel die Absiedelung sämtlicher psychiatrischer Abteilungen in der Klinik Penzing, die erfolgreich in die dezentralen Kliniken transferiert wurden, womit wir die Vorgaben des psychiatrischen Masterplans umgesetzt haben.

 

Zu erwähnen ist natürlich - auch wenn ich weiß, dass Sie das nicht gerne hören - die sehr erfolgreiche Umgestaltung und Namensänderung des nunmehrigen Wiener Gesundheitsverbundes, die mit der Entwicklung eines umfassenden Markenprozesses einherging. Der neue Auftritt hat einen Kulturwandel ermöglicht, und dieser Kulturwandel hat zahlreiche neue Kolleginnen und Kollegen durch gezielte Image- und Recruiting-Kampagnen für das Unternehmen gewinnen können. Das wissen wir aus dem Bericht der Frau Generaldirektorin.

 

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